Ortsdurchfahrt in Kirchhausen ab Montag gesperrt: So werden Autofahrer umgeleitet
Eine Baustelle sorgt im Heilbronner Stadtteil Kirchhausen für Verkehrsbeeinträchtigungen: Ab Montag ist die Ortsdurchfahrt gesperrt und wird saniert. Eine zweite große Baustelle ist bereits in Planung.

Die Umleitungsschilder stehen. Bereits in den Nachbarorten weisen erste Tafeln darauf hin, dass auf der Bundesstraße in Kirchhausen kein Durchkommen mehr möglich sein wird. Am Montag, 26. August, geht es dann tatsächlich los: Nach Angaben der Stadtverwaltung Heilbronn finden bis Samstag, 7. September, also dem Ende der Sommerferien, umfangreiche Bauarbeiten zur Erneuerung des Fahrbahnbelags in der Schlossstraße statt. Gesperrt ist demnach der Abschnitt ab dem Kreisverkehr in Richtung Osten bis zur Einmündung Wittumweg am Friedhof.
Dass der Abschnitt gerichtet wird, ist für den Stadtteil schon seit längerem ein Thema. Theo Rappold, Sprecher des Bezirksbeirats, lächelt. „Das ist ein Dauerwunsch." Ein erster Abschnitt sei schon vor ein paar Jahren gemacht worden, der Rest sollte irgendwann folgen. „Irgendwann ist jetzt." Dass bereits vor einigen Wochen an der Straße gearbeitet wurde, die Asphaltschicht allerdings nicht im selben Atemzug gemacht wurde – der Bezirksbeirats hat's mittlerweile abgehakt. Schöner wäre es freilich gewesen, hätte man beides in einem Aufwasch gemacht und dann die Straße nur einmal sperren müssen, betont er.
Baustelle auf der Ortsdurchfahrt Kirchhausen: Laster könnten zum Problem werden
Für Laster sollte Kirchhausen in den nächsten Tagen tabu sein. Theo Rappold kann sich aber an eine größere Baustelle erinnern, bei der Lkw trotzdem in den Ort fuhren und nicht weiterkamen. Einmal habe es sich auf der Bundesstraße bis nach Bad Rappenau-Fürfeld gestaut, erzählt Theo Rappold. „Das war ein perfektes Chaos." Drei Polizeistreifen seien nötig gewesen, um den Verkehr wieder zum Fließen zu bringen. Zum Kernproblem, befürchtet der Sprecher, könnten deshalb auch dieses Mal wieder die Laster werden. „Das ist unsere Sorge." Der Bezirksbeirat spricht sich deshalb dafür aus, dass die Polizei kontrolliert.
Pkw können Kirchhausen über eine innerörtliche Umleitung passieren. Sie führt über die Schultheiß-Hammer- und Deutschritterstraße. Überörtlich wird der Verkehr laut Stadtverwaltung ab Bad Rappenau-Fürfeld auf der Landesstraße L1107 über Massenbachhausen nach Leingarten auf die Bundesstraße B293 umgeleitet.
Sperrung in Kirchhausen – zweite Baustelle zwischen Frankenbach und Kirchhausen kommt demnächst
Die Asphaltarbeit im Ort bleibt in absehbarer Zeit nicht die einzige Baustelle. In Richtung Frankenbach kündigen Warnbaken am Straßenrand schon ein weiteres Großprojekt an, das vom Regierungspräsidium in Stuttgart (RP) verantwortet wird. Die Bundesstraßen-Kreuzung in Richtung Biberach wird umgebaut, ein Radweg kommt, und Ampeln werden installiert. „Es hat tödliche Unfälle gegeben", erinnert Theo Rappold daran, dass diese Abzweigung den Verkehrsexperten schon lange ein Dorn im Auge ist. Der Bezirksbeirat hatte sich für einen Kreisverkehr ausgesprochen, das RP investiert nun in Signale. "Ob das die Kreuzung besser oder anders macht, sei dahingestellt", sagt Theo Rappold. Seines Wissens nach beginnen Ende August die Arbeiten, die bis Jahresschluss anberaumt sind. Das RP hat sich auf eine Anfrage bis Redaktionsschluss nicht gemeldet, um die genauen Daten durchzugeben.
Während der Bauphase kann die Bundesstraße passiert werden, allerdings ist nach Angaben von Theo Rappold nur eine Spur offen. Eine Ampel regelt den Verkehr. Dass Pendler eine andere Route nehmen, um schneller durchzukommen, bezweifelt der Kommunalpolitiker. "Die Leute sind Frankenbach gewöhnt." Damit meint er: Wer nach Heilbronn pendelt, kennt den stockenden Verkehr an diversen Kreuzungen.
Geldautomat
Ein großes Thema in Kirchhausen ist, dass VR-Bank und Kreissparkasse den gemeinsamen Geldautomaten abgebaut haben. Nach jüngsten Sprengungen von Geldautomaten in der Region hatte die Polizei drauf hingewirkt, sagt Theo Rappold vom Bezirksbeirat. In dem Gebäude mit dem Geldautomaten wohnt eine Person. Die Banken und die Stadtverwaltung bemühten sich allerdings um eine Lösung. Angedacht sei, einen Container aufzustellen.
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