„Nicht besonders auffällig“: So beurteilt die Stadt Heilbronn die Vorfälle an Silvester
„Einzelne Verstöße, aber keine massiven Missachtungen“: Die Stadt Heilbronn sieht das umstrittene Teil-Böllerverbot in der Innenstadt als Beitrag zu einer ruhigeren Silvesterfeier und steht damit im deutlichen Gegensatz zur Wahrnehmung mancher Augenzeugen.
„Im Vergleich zu früheren Silvesternächten wurde die Nacht, auch hier in Übereinstimmung mit der Polizei, als nicht besonders auffällig bewertet“, teilt das Rathaus auf Nachfrage mit. „Dazu hat sicherlich auch die hohe Polizeipräsenz beigetragen.“ Augenzeugen hatten von Gruppen junger Männer berichtet, die in der Silvesternacht rücksichtslos mit Böllern auf Passanten zielten. Das Verbot solcher Böller, die auf reine Knallwirkung abzielen, ist diesen Berichten häufig ignoriert worden.
OB Mergel zur Silvesternacht: Geschehnisse in Heilbronn werden mit der Polizei genau analysieret
Das Ordnungsamt habe in der Silvesternacht mit fünf Personen die Polizei unterstützt. Die Mitarbeiter hätten in mehreren Fällen leichtsinnige Zündler ermahnt und auch einige Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten ausgesprochen. Die Reinigungskräfte des Betriebsamtes hätten am Neujahrstag weniger Mühe gehabt als in den Vorjahren, insgesamt sei es „deutlich sauberer“ gewesen, teilte das Rathaus mit.

„Mit dem Verbot von reinen Knallern haben wir die rechtlichen Möglichkeiten genutzt und den zunehmenden Beschwerden über Lärmbelästigungen an Silvester Rechnung getragen“, so das Fazit von Oberbürgermeister Harry Mergel, der zusicherte, man werde die Geschehnisse der Silvesternacht gemeinsam mit der Polizei genau analysieren. „Klar ist jedoch“, so Mergel, „dass ein Verbot durch eine einzelne Kommune nicht die durchschlagende Wirkung haben kann wie ein landes- oder bundesweites Verbot.“
Plakate, die auf das Verbot von Krachmacher-Böllern hinwiesen, gab es in der City nicht. Man „habe per Pressemitteilung und über alle städtischen Kanäle“ über die Einschränkungen informiert, heißt es seitens der Verwaltung. Eine Plakatierung sei deshalb nicht nötig gewesen.
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