Stimme+
Umfrage
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Wie sicher fühlen sich die Besucher des Heilbronner Käthchen-Weihnachtsmarkts?

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die Heilbronn Marketing gibt 250.000 Euro für die Zufahrtssperren auf das Gelände des Käthchen-Weihnachtsmarkts aus. Fühlen sich die Menschen sicher bei ihrem Besuch? Wir haben nachgefragt.

von Stefanie Pfäffle

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Lichtlein leuchten, der prachtvolle Weihnachtsbaum prangt in der Mitte des Marktplatzes und drum herum laben sich die Besucher des Käthchen-Weihnachtsmarkts in Heilbronn an Glühwein, Waffeln und Schupfnudeln mit Kraut. Bei diesem Anblick schießen einem nicht sofort die Themen Sicherheitsbedenken oder potenzielle Anschlagsziele durch den Kopf. Die Heilbronn Marketing gibt allein 250.000 Euro für die Zufahrtssperren auf das Gelände aus. Fühlen sich die Menschen sicher bei ihrem Besuch?

Zufahrtssperren auf Heilbronner Käthchen-Weihnachtsmarkt bringen Sicherheit

Ja, definitiv, lautet die Antwort von Petra und Jürgen Pallmer aus Bautzen, die zu Besuch bei ihrem Sohn Patrick in Bad Wimpfen sind. „Wir finden die Zufahrtssperren gut, auch wenn sie sicher nicht schön sind, aber besser sicher als schön“, meint Patrick Pallmer. Sein Vater hat dafür eine Anregung aus der Heimat, wo der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands stattfindet. „Dort wurden Sicherheitssperren in Form von Weihnachtsbäumen aus Beton gegossen, das sieht gut aus und passt auch gut ins Bild“, erzählt er.


Am frühen Nachmittag fühlt sich auch Stefanie Breter aus Gemmingen sicher im weihnachtlichen Treiben. „Es ist ja nicht viel los, aber abends würde ich nicht herkommen, da fühle ich mich generell nicht sicher in der Stadt“, gibt sie zu. Die Zufahrtssperren seien aber auf jeden Fall eine gute Sache und vielleicht sei es auch nicht schlecht, dass das Gelände verkleinert wurde und dafür der Rathausinnenhof mit genutzt wird. „Der ist auch schön geschützt.“ Fühlt sie sich sicher? „Eigentlich ja“, antwortet Beata, ihren Nachnamen möchte sie nicht nennen. „Das liegt, wenn ich ehrlich bin, vor allem an dem Preis für die Maßnahmen, den ich im Radio gehört habe“, sagt die Nordheimerin.

Dass so viel Geld für Sicherheit ausgegeben werde, dass sich Gedanken gemacht wird, gebe ihr ein gutes Gefühl. „Das ist zwar teuer, aber man will so etwas ja auch erhalten. Denn ich denke, wir brauchen das in der dunklen Jahreszeit, die Lichter, die Gerüche und die Geschmäcker“, sagt sie überzeugt.

Hundertprozentige Sicherheit gibt es auf dem Weihnachtsmarkt nicht

Einen Besuch in der alten Heimat unternimmt Wolfgang Heiler an diesem Tag mit seiner Frau Anita Larsankse. „Warum sollten wir uns nicht sicher fühlen, wir sind beide über 70 und gehen noch Skifahren“, meint der Pforzheimer locker. Er sei ein bodenloser Optimist, gehe generell nie mit einem schlechten Gefühl aus dem Haus.

Patrick Pallmer (links) aus Bad Wimpfen und seine Eltern Jürgen und Petra aus Bautzen fühlen sich sicher auf dem Käthchen-Weihnachtsmarkt.
Foto: Stefanie Pfäffle
Patrick Pallmer (links) aus Bad Wimpfen und seine Eltern Jürgen und Petra aus Bautzen fühlen sich sicher auf dem Käthchen-Weihnachtsmarkt. Foto: Stefanie Pfäffle  Foto: Stefanie Pfäffle

„Die Zufahrtssperren sind natürlich trotzdem gut, denn man weiß ja nie, was für Idioten unterwegs sind“, lobt er die Maßnahmen. „Aber wegen ein paar Idioten kann ich mich auch nicht zu Hause einsperren. Hundertprozentige Sicherheit gibt es sowieso nicht“, ergänzt seine Frau. Und wenn jemand wirklich wolle, dann brauche er da keinen Weihnachtsmarkt für, dann sei man eben zur falschen Zeit am falschen Ort. „Darüber nachdenken lohnt sich nicht“, findet das Paar.




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben