Stadionmiete in Heilbronn: Was der SGV Freiberg fürs Frankenstadion zahlen soll
Eine Kostenkalkulation der Stadt offenbart erhebliche Spielräume für den Mietvertrag. An den 1,5 Millionen Euro für die Rasenheizung soll sich der SGV Freiberg in einer gesonderten Vereinbarung beteiligen.
Eine Viertelmillion Euro pro Jahr. Auf Basis der Kalkulation der Stadt Heilbronn sollte diese Summe vom SGV Freiberg entrichtet werden, wenn er ab der kommenden Saison seine Heimspiele im Frankenstadion austrägt.
Dieser Betrag würde erreicht, wenn der Club den Aufstieg in die 3. Liga schafft, bei jedem Heimspiel das noch zu installierende Fluchtlicht nutzt und jeweils der Maximalbetrag des Kostenrahmes für den Mietvertag angesetzt würde.
Hohe Mietkosten im Frankenstadion: SGV Freiberg könnte bis zu 250.000 Euro jährlich zahlen
Mit eingerechnet ist ein noch extra zu vereinbarender monatlicher Beitrag der Freiberger für den Einbau der Rasenheizung, die mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt ist.

Die Rechnung lässt sich natürlich auch mit dem unteren Ende des Kostenrahmes durchführen, wenn der Aufstieg nicht gelingen sollte und jeweils die untere Grenze angesetzt würde. Dann kämen angesichts von zwei Heimspielen weniger in der Regionalliga 111.000 Euro zusammen, also weniger als die Hälfte.
Die Beteiligten gehen die Verhandlungen optimistisch an
Die Bandbreite der Mietkosten und Kostenbeteiligungen ist also erheblich. Positiv betrachtet bietet das beiden Seiten Verhandlungsspielraum, kritisch beäugt liegen die Ausgangspositionen weit auseinander und könnten zu langwierigen Verhandlungen führen.
Oberbürgermeister Harry Mergel machte bereits deutlich, dass die Stadt sein voraussichtlich neues sportliches Aushängeschild nicht mit überzogenen Mietforderungen vor den Kopf stoßen möchte. SGV-Boss Emir Cerkez gab sich bei dem Thema der Stimme gegenüber entspannt: „Wir haben bereits im Vorfeld sehr gute Gespräche zur Stadionmiete geführt. Ich bin überzeugt, dass wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden.“
VfR Heilbronn und Aramäer haben bislang keine Miete gezahlt
Die Stadt möchte die Möglichkeiten „zur teilweisen Refinanzierung der entstehenden Investitions- und Betriebskosten“ in Höhe von insgesamt 4,3 Millionen Euro nutzen, wie es im Gemeinderatsbeschluss heißt. Es soll ausdrücklich „eine ausgewogene und wirtschaftlich tragfähige Lösung erreicht werden“.
Letztlich ist aber alles mehr als nichts. Weder die Aramäer Heilbronn noch der VfR Heilbronn mussten nach Auskunft von Schul-, Kultur- und Sportamts-Leiterin Karin Schüttler bislang für die Nutzung des Frankenstadions bezahlen.
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