Starke Schneefälle im Raum Heilbronn – Schulleiter geben Entwarnung
Schüler und Lehrer müssen teils früh im Unterricht sein. Doch am Montagmorgen waren die Straßen weiß und glatt. Rektoren aus Heilbronn, Neckarsulm und Eppingen über die Schnee-Folgen.
Der Winter ist in Baden-Württemberg und in vielen Teilen Deutschlands sichtbar angekommen. Seit Sonntagnachmittag fielen auch in der Region Heilbronn und in Hohenlohe große Mengen Schnee.
Welche Auswirkungen hat die Wetterlage auf den Schulbetrieb am Montagvormittag? Schließlich sind Schüler vielfach auf Bus und Bahn angewiesen – und auch die Lehrkräfte müssen an ihren Arbeitsplatz gelangen.
„Unterricht läuft ganz normal“: Heilbronner Gymnasium gibt Schnee-Entwarnung
Jeannette Dehnke, stellvertretende Schulleiterin des Mönchsee-Gymnasiums in Heilbronn, sagt: „Die Klassen sind nicht vollständig. Die Mehrzahl der Schüler ist aber inzwischen angekommen. Natürlich kommen einige Schüler zu spät, weil es Probleme mit den Bahnen gibt.“
Die Hausmeister der Schule seien seit dem frühen Morgen im Einsatz und würden den Schulhof nach und nach freiräumen, einige Gehwege rund um die Schule seien am frühen Morgen aber noch nicht geräumt gewesen. „Der Unterricht läuft ganz normal“, sagt Dehnke und verweist auf die Homepage des Kultusministeriums Baden-Württemberg.
Schnee und andere Witterungsbedingungen: Wann Schüler fernbleiben dürfen
Dort ist vermerkt, dass, wenn es Schülern aufgrund von Witterungsbedingungen oder anderer außergewöhnlicher Ereignisse unmöglich ist, die Schule zu erreichen, sie dem Präsenzunterricht ausnahmsweise fernbleiben dürfen. „Die Eltern müssen anrufen oder Bescheid geben. Wenn kein Durchkommen möglich ist, ist das Kind für diesen Tag entschuldigt.“
Und wie sieht es bei den Lehrern aus? „Die, die von weiter weg kommen, also aus dem Heidelberger, Sinsheimer oder Ludwigsburg Raum, sind alle gut angekommen.“ Probleme bereitet hätte, so Dehnke, die Strecke aus Richtung Weinsberg. „Die Lehrer aus dem Weinsberger Tal sind teilweise noch nicht da“, sagt die stellvertretende Schulleiterin um kurz vor 9 Uhr.
Schnee und Glätten an Schulen in und um Heilbronn: „Kein Grund zur Panik“
Entspannt sieht die Lage auch Frank Martin Beck, Schulleiter am Theodor-Heuss-Gymnasium in Heilbronn. „Natürlich gibt es noch viele Schneeflächen. Und wenn der Schnee festgetrampelt wird, kann es auch glatt werden.“ Wenn man langsam und vorsichtig laufen würde, könne man aber sicher zum Arbeitsplatz Schule gelangen.
„Es wird alles ein wenig hochgehängt. Schnee fällt nicht zum ersten Mal“, sagt Beck. Beispielsweise aus Schwaigern kamen Schüler heute verspätet zur Schule, aufgrund von Verzögerungen bei der Stadtbahn. „Größere Probleme gibt es nur für Einzelne. Und die Kinder freuen sich, wenn sie mal wieder einen Schneemann bauen können.“
Andreas Klaffke, Schulleiter am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Neckarsulm, ist ebenfalls pragmatisch: „Kein Grund zur Panik. Es ist halt Winter.“ Klar gebe es ein paar Verspätungen, einige wenige Schüler würden komplett fehlen, ansonsten finde der Unterricht aber wie gewohnt statt. „Die Stadt hat hier geräumt. Die Straßensituation ist aber natürlich an vielen Stellen schwierig“, so Klaffke.
Besorgte Eltern hätten am Vormittag nicht angerufen, berichtet der Schulleiter. Viele würden den direkten Kontakt mit den Klassenlehrern über digitale Plattformen suchen. Was er für den weiteren Tag erwartet? „In der Pause werden wahrscheinlich einige Schneebälle fliegen. Das ist natürlich verboten und wir müssen ein wenig darauf achten.“
Geschlossener Kiosk und viele Anrufer an Öhringer Schule
Entspannt ist die Lage auch am Eppinger Hartmanni-Gymnasium. „Wir haben hier maximal fünf Zentimeter Schnee, der langsam wegtaut. Der Unterricht läuft wie gewohnt“, sagt Schulleiter Ulrich Müller, der von wenigen Schülern spricht, die heute wetterbedingt nicht zum Unterricht erschienen sind. Aber: „Alles im grünen Bereich.“
An der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule herrscht wegen des Schnee-Treibens Hochbetrieb. Der Schulkiosk bleibt geschlossen, weil der Bäcker nicht durch den Schneeverkehr kommt, heißt es in einer Mitteilung an die Schulfamilie. Wer komme, solle Vesper von zu Hause mitbringen. Zudem klingele das Telefon „ununterbrochen“. Entschuldigungen sollen via Mail verschickt werden.
Kommentare öffnen



Stimme.de
Kommentare