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Glasfaserausbau in Heilbronn: Wann kommt das schnelle Internet?

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In den Heilbronner Stadtteilen sind bereits Glasfaserleitungen verlegt, während der Ausbau im Zentrum, der Nord- und Südstadt sowie in Heilbronn Ost noch in weiter Ferne zu liegen scheint. Hier konkurrieren Deutsche Giganetz und Deutsche Telekom um die Kundschaft.


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Im Zentrum Heilbronns wirbt die Deutsche Telekom derzeit massiv um Glasfaserkunden. Dabei hinkt ausgerechnet die City inklusive der im Norden, Süden und Osten angrenzenden Viertel den Stadtteilen mit großem Verzug nach. Und erst recht anderen Kommunen im Landkreis. Die Website der Deutschen Giganetz, mit der die Telekom in Heilbronn konkurriert, vermeldet etwa für Abstatt schon "Netz aktiv", für viele andere Orte zwischen Bretzfeld im Hohenlohekreis und Zaberfeld im Südwesten "Bauphase" oder doch zumindest "Planungsphase". Lediglich in Heilbronn behilft sich das Telekommunikationsunternehmen mit der Beschreibung "Unterschiedliche Phasen". 

Glasfaserausbau in Heilbronn: Zwischen Planung und Kundenaktivierung

Denn während in Heilbronn-Biberach schon im Herbst 2022 die Bagger anrückten und das Hamburger Unternehmen vergangenen August bekanntgab, dass hier, genauso wie in Horkheim, Kirchhausen und Klingenberg, der Tiefbau weitgehend erledigt und man nun schwerpunktmäßig mit der Aktivierung der Kundinnen und Kunden beschäftigt sei und in anderen Stadtteilen anscheinend zumindest der Ausbau in Vorbereitung ist, steht Heilbronn-Zentrum noch in der Planungsphase. 

Glasfaser auf einer Baustelle: Wann werden alle Heilbronner Zugang zum schnellen Internet haben?
Glasfaser auf einer Baustelle: Wann werden alle Heilbronner Zugang zum schnellen Internet haben?  Foto: Jan Woitas/dpa

Aber es ist still geworden um die Deutsche Giganetz. Während in Vorgärten von Einfamilienhäusern jenseits von Ost-, Süd- oder Weinsberger Straße die orange-weißen Steckschilder "Glasfaser – Wir machen auch mit" der Hamburger langsam ausbleichen, die vor vielen Monaten gewonnenen Vertragskunden nichts mehr hören, leuchtet einem im Zentrum an jeder Ecke frisch die magentafarbene Werbung der Telekom entgegen. Unter der Überschrift "Darauf können Sie sich freuen" preisen die Bonner die mittlerweile allseits bekannten Vorzüge des leistungsstarken Netzanschlusses an.

Telekom kann nicht alle Heilbronner Gebiete mit schnellem Internet versorgen

"Glasfaser ist die Zukunftstechnologie, und jetzt haben die Bürgerinnen und Bürger von Heilbronn die Möglichkeit, einen kostenlosen Hausanschluss zu erhalten", antwortet Unternehmenssprecherin Katja Kunicke auf die nur schriftlich mögliche Anfrage, wie es mit den Telekom-Glasfaserausbauplänen in der Stadt aussieht. Wie schon anderweitig die Giganetz, verspricht auch die Telekom kostenfreie Hausanschlüsse und günstige Tarife. Allerdings haben bei Weitem nicht alle "Bürgerinnen und Bürger von Heilbronn" die Möglichkeit, sich frisches Magentarot ins Haus zu holen.

Schaut man sich Ausbaukarte der Telekom genauer an, stellt man fest: In Teilen von Böckingen, der Bahnhofsvorstadt und einzelnen Gewerbeinseln liegen schon Glasfaserkabel. In Planung ist der Glasfaserausbau lediglich in der Stadtmitte. Er endet, einzelne Inseln ausgenommen, im Norden an den Achsen Weinsberger Straße und im Osten an der Oststraße. Im Süden ist der Ausbau immerhin bis etwa auf Höhe Südbahnhof/Happelstraße geplant. "Der Ausbaustart wird aus heutiger Sicht Anfang 2025 stattfinden", teilt Kunicke mit.

50 statt 1000 Mbit/s: Einige Heilbronner gucken bei Glasfaserausbau in die Röhre

Der Rest der Heilbronner Bevölkerung darf sich jedoch anscheinend noch auf sehr unbestimmte Zeit darauf einstellen, nur mit maximal 50 Mbit/s statt mit bis zu 1000 streamen, surfen oder videochatten zu können und buchstäblich in die leere Röhre zu gucken. Auch die Giganetz will nur per E-Mail auf Fragen antworten. Sie erbittet dafür jedoch mehr Zeit, die Pressestelle muss sich erst "einen kompletten Überblick verschaffen". 


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