Illegal erstandene Führerscheine sind tickende Zeitbomben im Verkehr
Ein kriminelles Netzwerk macht auf Kosten der Sicherheit auf den Straßen Kasse. Auch in Heilbronn gab es eine Razzia in einer Fahrschule. Die Folgen sind nicht absehbar, meint der Autor.
Knapp die Hälfte der Fahrschüler fällt bei der theoretischen Führerscheinprüfung durch und muss den Test wiederholen. Die Fragen sind zum Teil nicht einfach zu beantworten. Um den theoretischen Teil zu umgehen, hat ein kriminelles Netzwerk daraus ein Geschäft gemacht. Syrer und Kurden, die oft wenig bis kein Deutsch verstehen, nehmen nun durch illegal erstandene Prüfungen am Straßenverkehr teil.
Razzia bei Fahrschule in Heilbronn: Bande interessiert die Folgen nicht
Die Köpfe der Bande hat es offenbar nicht interessiert, welche Folgen daraus entstehen können. Es drohen schwere, ja gar tödliche Unfälle, weil die Fahrer Verkehrszeichen nicht lesen können und -regeln nicht verstehen. Manche sind tickende Zeitbomben.
Nun muss die Polizei in akribischer Ermittlungsarbeit herausfinden, wer Kunde des kriminellen Netzwerks gewesen war. Die Abteilungen für Organisierte Kriminalität der Polizei und der Staatsanwaltschaft haben sich nicht mit dem Argument „Einzelfall“ zufriedengegeben, sondern die Strukturen erkannt und nun zugeschlagen.
Sperre des Führerscheins bei Prüfungsbetrug?
Das Geschäft ist lukrativ, bei Preisen bis zu 5000 Euro. Den illegalen Markt trockenzulegen, wird schwierig werden. Dem Prüfling mit illegalen Absichten mit einer mehrjährigen Sperre des Führerscheins zu drohen, scheint daher sinnvoller.
Wer Regeln bei der Prüfung nicht einhalten kann, tut sich auch im Straßenverkehr schwer damit.
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