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Versuchter Mord
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Prozess in Heilbronn: Ex-Freundin brutal misshandelt und bis zur Ohnmacht gewürgt

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Aus schier grenzenloser Wut soll ein 29 Jahre alter Mann versucht haben, seine Ex-Freundin in Künzelsau mit brutaler Gewalt zu ermorden. Der offenbar vorbestrafte Angeklagte muss sich ab Freitag vor dem Heilbronner Landgericht verantworten.


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Offenbar außer sich vor Wut soll der Angeklagte seine ehemalige Partnerin am Abend des 15. Juni 2025 in Künzelsau aufgesucht und brutal misshandelt haben. Um sie zu demütigen, musste sich die Ex-Freundin offenbar bis auf den Slip ausziehen. Daraufhin habe er ihr mehrfach heftige Faustschläge gegen den Kopf versetzt.

Angeklagter soll Ex-Freundin fast nackt durch Künzelsau gezerrt haben

Dem Angeklagten liegt weiter zur Last, sein Opfer anschließend für mehrere Tage in seine Gewalt gebracht und an verschiedenen Orten mit wuchtigen Faustschlägen und Fußtritten gegen den Kopf und den gesamten Körper traktiert zu haben. Schließlich soll er die Geschädigte gewürgt haben, bis sie das Bewusstsein verlor. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsvorsatz aus und wirft dem Mann unter anderem versuchten Mord und Freiheitsberaubung vor.

Das Landgericht Heilbronn verhandelt ab Freitag gegen einen 29 Jahre alten Mann, der aus schier grenzenloser Wut versucht haben soll, seine Ex-Freundin zu ermorden.
Das Landgericht Heilbronn verhandelt ab Freitag gegen einen 29 Jahre alten Mann, der aus schier grenzenloser Wut versucht haben soll, seine Ex-Freundin zu ermorden.  Foto: Seidel, Ralf

Laut Polizeibericht vom Juni 2025 soll der deutsche Staatsbürger seine Ex-Freundin entführt, brutal misshandelt und fast nackt durch die Innenstadt von Künzelsau gezerrt haben. Ein Zeuge habe die Polizei alarmiert, weil er den Mann mit dem mutmaßlichen Opfer in der Stadt gesehen haben will. Die Frau habe geblutet und lediglich einen Slip und Schuhe getragen.

Brutale Tat in Künzelsau: Frau mit schweren Verletzungen schafft Flucht

Einen Tag später fanden die Ermittler offenbar vor einem Mehrfamilienhaus in Künzelsau blutverschmierte Schuhe, die mutmaßlich dem Opfer gehörten. Die Suche nach der Frau mit Spürhunden sei aber ergebnislos verlaufen. Der Geschädigten gelang offenbar erst am frühen Morgen des 17. Juni 2025 die Flucht.

Die Frau war offenbar schwer verletzt. Neben einer Vielzahl an Hämatomen, Schwellungen und Schürfungen an Kopf, Gesicht und Körper soll sie auch eine akut lebensgefährliche Gehirnblutung sowie eine Schädigung des rechten Auges erlitten haben.

Ex-Freundin soll wegen häuslicher Gewalt Wohnung verlassen haben

Wegen gewalttätiger Übergriffe hatte die Geschädigte offenbar am 8. Mai 2025 die gemeinsame Wohnung in Neckarslum verlassen und die Beziehung mit dem Angeklagten nach wiederholter Kontaktaufnahme am 15. Juni 2025 endgültig beendet. 

Laut Anklage soll der mutmaßliche Täter aus schier grenzenloser Wut über das Beziehungsende und einem unbändigen Eifersuchtsgefühl gehandelt haben. Demnach soll der Mann ein von weiblicher Unterordnung geprägtes Weltbild haben, das der Geschädigten ihr eigenständiges Lebensrecht absprach. Wegen ihrer Entscheidung, sich zu trennen, habe er sie bestrafen und töten wollen. Nach dem Anklagevorwurf sei damit das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt.




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