Prozess in Heilbronn: Betrug bei Führerscheinprüfungen ist lebensgefährlich
Im Heilbronner Prozess wegen mutmaßlichen Führerscheinbetrugs geht es auch um die Sicherheit auf der Straße, meint unser Autor.
Die Formel ist ganz einfach: Wer die Verkehrsregeln auf deutschen Straßen nicht kennt, hat hinter dem Steuer nichts verloren. Das dient der Sicherheit im Verkehr. Und es schützt das Leben sowie die körperliche Unversehrtheit von Verkehrsteilnehmern. Von den potenziellen Sachschäden, die Versicherungen zu Unrecht bezahlen müssten, wenn Führerscheinbetrüger hinter dem Lenkrad sitzen, ganz abgesehen.
Betrug bei Führerscheinprüfung gefährdet Verkehrssicherheit massiv
Wer diese Formel auszuhebeln versucht, handelt nicht nur betrügerisch, um sich auf illegalem Weg Einnahmen zu verschaffen. Er pfeift auch auf das deutsche Fahrerlaubnissystem insgesamt. Ebenso auf alle Konsequenzen, die Betrügereien bei theoretischen Prüfungen für alle Verkehrsteilnehmer nach sich ziehen können. Bei Betreibern von Fahrschulen wiegt das umso schwerer, als sie ihren Schülern ja gerade die Bedeutung der Sicherheit im Straßenverkehr beibringen sollten.

Während des Prozesses gilt jeder Angeklagte als unschuldig. Sollte sich im Laufe der Verhandlung aber die Anklage der Staatsanwaltschaft bestätigen, steckt hinter den Führerscheinbetrügereien jede Menge kriminelle Energie. Was dann die Frage aufwirft, ob nicht bereits sogenannte Stellvertreter von kriminellen Fahrschulbetreibern unerkannt auch für praktische Prüfungen angemeldet worden sind.
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