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Nach Autokorso während EM 2024: Polizeigewalt oder tätlicher Angriff in Heilbronn? 

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Eine Kontrolle türkischer Fans nach einem Autokorso in Heilbronn während der Fußball-EM 2024 hat ein juristisches Nachspiel. Es geht um einen Strafbefehl, eine Anzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde.


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Die Feiern in Heilbronn während der Fußball-Europameisterschaft 2024 haben ein juristisches Nachspiel. Es gibt unterschiedliche Darstellungen, was sich nach einem Autokorso türkischer Fans nach einem Türkeispiel in Heilbronn zugetragen haben soll. Ein damals 39 Jahre alter Mann war in eine Polizeikontrolle geraten. Dabei soll er Polizeibeamte tätlich angegriffen haben. Der Mann wiederum wirft den Polizeibeamten Körperverletzung im Amt vor. 

Nach Autokorso während EM 2024 Heilbronn: Polizeigewalt oder tätlicher Angriff

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat das Ermittlungsverfahren gegen die beschuldigten Polizeibeamten Ende Januar dieses Jahres eingestellt, nachdem umfangreiche Ermittlungen keine Hinweise für strafbares Verhalten der Polizeibeamten ergeben hätten, teilt eine Sprecherin mit. „Gegen den Anzeigeerstatter hingegen ergab sich der hinreichende Tatverdacht des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, weshalb der Erlass eines Strafbefehls beim Amtsgericht Heilbronn beantragt wurde.“

Strafanzeige gegen eine Staatsanwältin aus Stuttgart

Der Heidelberger Rechtsanwalt Yalcin Tekinoglu hingegen, der den damals 39-Jährigen vertritt, hat gegen eine Stuttgarter Staatsanwältin Strafanzeige wegen des Verdachts der Rechtsbeugung und Strafvereitelung erstattet und eine Dienstaufsichtsbeschwerde geschrieben. Tekinoglu wirft ihr eine schleppende Bearbeitung des Falls vor. Sie habe seinen Mandanten nicht als Zeugen vernommen und sich nicht die Mühe gemacht, die massiven Verletzungsfolgen aufzuklären. 

Beschwerde liegt nun bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart

Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft erklärte, seien die Beschwerden des Anwalts Mitte Februar eingegangen. Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen hat die Behörde offenbar nicht gefunden. Die Beschwerde sei nun der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart zur Entscheidung vorgelegt worden, teilt die Sprecherin mit.

Zunächst seien die Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn und dem Polizeipräsidium Heilbronn geführt worden. Nachdem das Verfahren aus Neutralitätsgründen an die Staatsanwaltschaft Stuttgart abgegeben wurde, seien von da an auch die Ermittlungen beim Polizeipräsidium Stuttgart geführt worden. 

Polizeipräsidium Heilbronn teilte damals mit: Offenbar Pyrotechnik gezündet

Wie das Polizeipräsidium im Juli 2024 in einer Pressemitteilung mitteilte, kontrollierten Polizisten zwei Frauen in der Innenstadt, die zuvor im Rahmen eines Autokorsos Pyrotechnik gezündet haben sollen. Währenddessen soll der 39-Jährige die Beamten angegriffen haben.

39-Jähriger gibt an, er sei von Polizei zu Boden gebracht worden

Der Heilbronner gibt an, er habe mit dem Fußballspiel überhaupt nichts am Hut gehabt. Die kontrollierten Frauen habe er nicht einmal gekannt. Nach einem Wortwechsel hätten sich Polizisten auf ihn gestürzt und zu Boden gebracht. Dabei soll der 39-Jährige Prellungen und Verletzungen im Gesicht erlitten haben.




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