Städtepartnerschaft: Ende der Heilbronner Verbindung nach Russland gefordert
Unterschrieben 2019 und 2020 verbindet eine Städtepartnerschaft Heilbronn mit dem russischen Noworossijsk. Die Junge Union Heilbronn hat dazu eine klare Haltung, jetzt liegt auch die Stellungnahme des Oberbürgermeisters vor.
Eine Städtepartnerschaft verbindet seit gut sechs Jahren Heilbronn mit dem russischen Noworossijsk. Der entsprechende Vertrag wurde 2019 in der russischen Stadt unterzeichnet, im Jahr darauf in Heilbronn. Damit soll es vorbei sein, fordert jedenfalls die Junge Union Heilbronn.
„Es ist für uns nicht nachvollziehbar, wie eine Städtepartnerschaft mit einer russischen Stadt, deren Bürgermeister offen Putins Angriffskrieg unterstützt, auch nur formal weiterbestehen kann“, so Björn Riethenauer, Vorsitzender des Stadtverbandes der Jungen Union (JU) Heilbronn. Eine entsprechende Pressemitteilung zitiert ihn weiter: „Das bloße Fortbestehen dieser Verbindung sendet ein falsches Signal, sowohl an die ukrainischen Opfer dieses Krieges als auch an alle, die für Freiheit und Demokratie einstehen.“

Brücken bauen, Verständnis fördern: Für die JU trifft nichts davon im Fall der Städtepartnerschaft Heilbronn-Noworossijsk zu
Die Junge Union Heilbronn fordert gemeinsam mit der CDU Heilbronn-Mitte den Heilbronner Gemeinderat und Oberbürgermeister Harry Mergel auf, die Partnerschaft mit der russischen Stadt Noworossijsk „konsequent zu beenden, anstatt sie lediglich ruhend zu stellen“. Eine Städtepartnerschaft soll laut JU „Brücken bauen, gegenseitiges Verständnis fördern und durch lebendige Begegnungen auf gesellschaftlicher Ebene getragen werden“. Nichts davon treffe im Fall Noworossijsk zu.
Die JU ist überzeugt: „Es gibt keine gewachsenen Beziehungen, keine lebendige Zusammenarbeit und kein echtes Miteinander, weder zwischen den Bevölkerungen noch zwischen der Politik.“ So die Pressemitteilung.

Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel: Über Zukunft wird zu gegebener Zeit entschieden
Auf Anfrage dazu zitiert die Pressestelle im Rathaus den Oberbürgermeister. „Städtepartnerschaften dienen der Völkerverständigung und dem Abbau von Vorurteilen durch den Austausch in verschiedensten Lebensbereichen, in Kultur, Bildung, Sport oder auch Wirtschaft“, so Harry Mergel. „Die Partnerschaft mit Noworossijsk ist eine noch junge Verbindung, die bisher nicht viel Zeit hatte zu wachsen.“ Der Oberbürgermeister betont: „Sie besteht weiter, ruht allerdings seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Wie die Zukunft dieser Partnerschaft aussehen soll, werden wir zu gegebener Zeit entscheiden.“
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