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Was es mit Ostern auf sich hat und warum der lammfromme Hase Eier versteckt

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Überall Eier, Hasen, Lämmer – und so viele Tage: Was es mit den Namen der Osterfeiertage und den traditionellen Symbolen und Bräuchen auf sich hat.


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An Ostern werden gerne bemalte Eier versteckt. Im Verborgenen liegen mitunter auch die Namen der Oster-Feiertage. Und überhaupt: Warum sind wir denn von lauter Lämmern umgeben? Warum lagern in den Ladenregalen so viele goldige Hasen?

Begeben wir uns auf die Suche nach deren Sinn und Bedeutung. Die christliche Tradition und Symbolik hilft weiter.

Was es mit Ostern auf sich hat: Gründonnerstag

Für Gründonnerstag liefert die Literatur gleich zwei plausible Erklärungen: Grün heißt soviel wie „greinen“ und meint wohl das Wehklagen um Jesu Christi, der an diesem Tag vor seiner Passion mit den Jüngern sein letztes Abendmahl feierte. Grün könnte sich auch auf das zarte Grün in der Natur beziehen – oder auf die Kräuter-Füllung der klassische Fastenspeise: Maultaschen; weil der Schwabe unter dem Teig gerne Hackfleisch versteckt, heißen sie auch „Herrgottsb´scheißerle“.

Was es mit Ostern auf sich hat: Karfreitag und Karsamstag

Einfacher verhält es sich mit dem Kar von Karfreitag . Es leitet sich vom Althochdeutschen „chara“ ab, also von Trauer. Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung Jesu Christi. In vielen Gemeinden erinnern Kreuzweg-Andachten und Gottesdienste mit alten Riten zur Todesstunde um 15 Uhr an die dramatischen Ereignisse vor 2000 Jahren.

Der Karsamstag markiert das Ende der 40-tägigen Fastenzeit.

Was es mit Ostern auf sich hat: Die Feiertage

Komplizierter gestaltet sich das Wort Ostern. Es lässt sich auf die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera zurückführen. Im Althochdeutschen steht es auch für Morgenröte, im übertragenen Sinne also für Jesu Auferstehung von den Toten. Diese bildet das Fundament des christlichen Glaubens. Die frühen Christen haben für Ostern das jüdische Passahfest umgedeutet. Erst im Jahr 325 wurde ein festes Datum festgelegt: Ostern ist immer am ersten Sonntag nach dem Frühlings-Vollmond, der dieses Jahr am vergangenen Sonntag die Nacht erleuchtete.

Was es mit Ostern auf sich hat: Lamm, Hase, Eier

Das Lamm Gottes, lateinisch Agnus Dei, ist ein Symbol für Jesus. Es bezieht sich auf das Lamm als klassisches Opfertier im Alten Testament. Nach christlicher Theologie ist Christus der Mittler, der durch seinen Opfertod die Versöhnung zwischen Gott und seiner „gefallenen“ Schöpfung wieder herstellt. Dies kommt auch im gemeinsamen Abendmahl mit Brot und Wein zum Ausdruck.

Was der Hase da zu suchen hat? Bei den Germanen stand er für Fruchtbarkeit. Aber auch in der Ostkirche symbolisierte er schon früh Christus. Osterhasen tauchen in der Literatur aber erst 1678 auf.

Auch bei den Eiern handelt es sich um ein uraltes Symbol für Fruchtbarkeit und Auferstehung. Wie Ostern überhaupt entspringt das Ei dem jüdischen Passahfest, dort ist es Symbol für den Jerusalemer Tempel, Gottes Wohnung. Im Mittelalter galten Eier als harte Währung, speziell am Gründonnerstag standen sie hoch im Kurs und wurden deshalb nachweislich schon im 13. Jahrhundert bemalt. Wie ausgerechnet der sonst lammfromme Osterhase auf die Idee kam, die Eier zu verstecken und damit so manches Kind zur Verzweiflung treibt? Das ist nicht überliefert.




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