Hohe Spritpreise in Heilbronn: Wird das Deutschlandticket zur Auto-Alternative?

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Der HNV sieht das Deutschlandticket als günstige Alternative zum Auto, nicht nur in Zeiten hoher Spritpreise. Was der Verkehrsverbund langfristig erwartet. 


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Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Kraftstoffpreise in Deutschland und damit auch in Heilbronn rapide angestiegen. Gleichzeitig existiert mit dem Deutschlandticket eine relativ kostengünstige Möglichkeit, von A nach B zu kommen – zumindest wenn die infrastrukturellen Gegebenheiten passen. Nutzen in der aktuellen Lage mehr Menschen den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)? 

Mehr Nachfrage nach Deutschlandtickets im Heilbronner Nahverkehr? 

Aktuell würden noch keine konkreten Zahlen für den Zeitraum von März bis April vorliegen, anhand derer sich die Ticketverkäufe bewerten lassen, sagt die Heilbronner-Hohenloher-Haller-Nahverkehr GmbH (HNV) auf Anfrage der Heilbronner Stimme. Auch zu den Verkaufszahlen des Deutschlandtickets seit der Preiserhöhung im Januar (von 58 auf 63 Euro im Monat) seien für das erste Quartal des Jahres noch keine verlässlichen Aussagen möglich.

Auch habe der Verkehrsverbund, wie auch die Autofahrer, unter den aktuellen Preissteigerungen bei Kraftstoffen zu leiden, vor allem die wirtschaftliche Lage der Busunternehmen verschärfe sich weiter. 

Hohe Kraftstoffpreise belasten nicht nur Autofahrer, sondern auch Busunternehmen.
Hohe Kraftstoffpreise belasten nicht nur Autofahrer, sondern auch Busunternehmen.  Foto: Archiv/Mugler

Ebenso seien die Kostensteigerungen für den HNV nicht zu erwirtschaften, da rund 80 Prozent der Fahrgäste mit Deutschlandtickets beziehungsweise dem D-Ticket Jugend fahren. Durch die gestiegenen Preise bei Diesel und Co. sinke die Marge der Verkehrsunternehmen.

Doch für sie gebe es einen Lichtblick im Jahr 2027. Der Preis des D-Tickets werde ab dem kommenden Jahr nicht mehr durch politische Entscheidungen festgelegt, sondern durch einen Preisindex bestimmt, der sich an der allgemeinen Teuerungsrate orientiert. 

HNV erwartet langfristig mehr ÖPNV-Nutzung der Heilbronner

Langfristig erwarte der HNV positive Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten der Menschen in Heilbronn und Umgebung durch die aktuelle Lage. „Der ÖPNV bleibt im Vergleich zum Auto oft günstiger.“. Eine Zunahme der Fahrgastzahlen durch den Umstieg vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel könnten die Kosten pro Person senken und damit einen positiven Effekt erwirken.

Insgesamt empfiehlt der HNV eine stärkere Verkehrsverlagerung vom Auto hin zum ÖPNV. Insbesondere durch das Deutschlandticket sei die ÖPNV-Nutzung attraktiver als zuvor geworden, heißt es weiter. Das könnte für Verbraucher bei den aktuellen Preisen ein ausschlaggebendes Argument sein.




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