Spatenstich für Neubau der Neckartalschule in Heilbronn-Böckingen
Die Neckartalschule Heilbronn steht vor einer neuen Zukunft. Nachdem das marode Gebäude aus den 1930er Jahren abgerissen wurde, haben die Bauarbeiten für ein zeitgemäßes Schulgebäude begonnen.
Der Altbau ist abgerissen, die Baugrube ist ausgehoben – mit dem symbolischen Spatenstich gab am Dienstagvormittag Oberbürgermeister Harry Mergel den offiziellen Baustart für die neue Neckartalschule in Böckingen. Er sprach dabei von einem „großen Tag für das sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen, für Böckingen und für den Bildungsstandort Heilbronn. Fertigstellung soll 2027 sein.
Heilbronner Schulentwicklungsplanung wird konsequent fortgesetzt
Mit diesem Schulneubau setze die Stadt ihre Schulentwicklungsplanung konsequent fort, betonte Mergel vor zahlreichen Gästen aus Verwaltung, Politik und Bildung. Die Bildungs- und Wissensstadt Heilbronn mache mit dem fast 30-Millionen-Euro-Projekt einmal mehr deutlich, dass Verwaltung und Gemeinderat das Bildungswesen von der frühkindlichen Bildung über die Schulen bis zur Erwachsenenbildung und den SBBZ „sehr am Herzen“ liege.

Nicht nur der Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung entwickle sich rasant, auch bei den städtischen Kitas und Schulen sei viel in Bewegung. So plane die Stadt aktuell drei Kita-Bauten und entwerfe Konzepte für den Ausbau der Grundschule Alt-Böckingen und den Neubau der Innenstadt-Grundschule. Die Investitionen einschließlich der Neckartalschule bezifferte Mergel auf 94 Millionen Euro, 14 Millionen Euro von dieser Summe entfallen auf die Kindertageseinrichtungen.
Neckartalschule in Heilbronn: Verarbeitet werden 780 Kubikmeter Bauholz
Für die Neckartalschule wird ein dreigeschossiger Neubau mit 27 Fach- und Klassenräumen sowie Mensa errichtet. Gebaut wird in Holzbauweise. Eingesetzt werden dafür 780 Kubikmeter Bauholz, die rund 1,4 Millionen CO2 binden. Die neue Schule wird vollständig mit erneuerbaren Energien durch Photovoltaikanlagen und eine Wärmepumpe versorgt. Das erste städtische Nahwärmenetz soll zudem die Grünewaldschule, zwei Turnhallen und eine Kita mit Energie mitversorgen. Neu gepflanzt werden 24 Bäume. Neben dem eigentlichen Schulgebäude entsteht auf der Fläche der bisherigen Landwehrstraße ein begrünter Campus, der die Neckartalschule mit der Grünewaldschule verbinden wird.
An die zahlreichen Diskussion über Planung, ob ein oder zwei Gebäude entstehen sollen, was mit den Freiflächen geschehen soll und wie die alten Platanen erhalten werden können, erinnerte Architekt Ralf Thom vom Büro BJW aus Zimmern ob Rottweil. Auch er schätzte die „wohltuende Partnerschaft“ zwischen Verwaltung und Schulleitung. Thom freut sich nun auf einen „anregenden Schulcampus“, der in den kommenden zwei Jahren zwischen der Grünewaldschule und der neuen Neckartalschule entstehen wird.
Leiterin der Neckartalschule in Böckingen: „Die Kids haben den Neubau verdient.“
Emotional sehr gerührt und teilweise mit stockender Stimme freute sich Schulleiterin Susanne Kugel über das „neue, wichtige Kapitel“, das für die Neckartalschule und ihre 155 Schüler jetzt aufgeschlagen wird. „Unsere Meinung wurde gehört“, lobte sie die „gute Zusammenarbeit“ mit der Bauverwaltung und den Architekten. Kugel würdigte aber auch das Engagement des Gemeinderats, der den Neubau aktiv eingefordert und finanziell möglich gemacht habe. Sie verband damit die Bitte, den für die kleinen Böckinger eingerichteten Sonderbus und das kostenlose Deutschlandticket zum Interimsstandort im Campus der Dammschulen bis zur Eröffnung der neuen Neckartalschule behalten zu dürfen.
Unter dem Jubel von Schülerinnen und Schülern rief sie in die Runde: „Die Kids haben den Neubau verdient.“
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