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Bundeskanzler Merz als Pinocchio bezeichnet? Heilbronner Fall bundesweit Thema

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Ein Heilbronner soll Bundeskanzler Friedrich Merz auf Facebook als Pinocchio bezeichnet haben, Ermittlungen sind die Folge. Der Fall ist nun bundesweit Thema. Was der Rentner davon hält.  


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Damit hat niemand gerechnet, am wenigsten der betroffene Rentner selbst: Die Stimme-Berichterstattung über den Heilbronner, gegen den wegen mutmaßlicher Beleidigung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Ermittlungen laufen, zieht weite Kreise.

Nicht nur überregionale, sondern auch internationale Medien berichten über den Kommentar des Mannes als Reaktion auf einen Facebook-Beitrag der Heilbronner Polizei. Der Rentner veröffentlichte dort die Bemerkung „Pinocchio kommt nach HN“.

Heilbronner Pinocchio-Fall: Medien berichten bundesweit nach Merz-Kommentar

Auf „bild.de“ ist der Heilbronner Pinocchio-Fall am Montag, 23. Februar, zwischenzeitlich der Aufmacher-Artikel. Unter anderem berichten zudem „Die Welt“, der „Nordkurier“, die „Schwäbische“, der „Merkur“ aus München und die Schweizer „Weltwoche“ über den vermeintlich harmlosen und – laut eigener Aussage – witzig gemeinten Kommentar.


Heilbronner Pinocchio-Kommentar: „Reaktionen zeigen Unzufriedenheit über Politik“

„Ich bin überrascht und auch ein bisschen geschockt, dass das nun breit aufgegriffen wird“, sagt der Heilbronner Pinocchio-Kommentator gegenüber der Heilbronner Stimme am Montag, 23. Februar. „Die Anzeige selbst hab’ ich ja schon als völlig übertrieben betrachtet.“ Er erkennt eine Grundsatzdiskussion. 

„Wenn diese Anzeige gegen mich die Menschen so aufwühlt, dann zeigt das doch, wie unzufrieden viele über die Politik sind.“ Die daran anschließenden Fragen seien einerseits, wie Politiker in einer Demokratie handeln können, um Politik im Sinne der Bürger und nicht an ihnen vorbei zu machen. Und andererseits sei die Frage, inwieweit man noch seinem Unmut Luft machen kann, wenn eine Pinocchio-Bezeichnung möglicherweise zu weit geht.

Heilbronner Rentner erfährt nach Pinocchio-Kommentar viel Solidarität auf Facebook

Der grundsätzliche Tenor in den sozialen Medien sei ihm und seinem Kommentar wohlgesonnen, berichtet der Heilbronner. Allein auf dem Facebook-Account der Heilbronner Stimme finden sich zur bisherigen Berichterstattung zu den Pinocchio-Ermittlungen mehr als 3000 Kommentare. Der Heilbronner sagt: „Ich habe darunter keinen Post gelesen, der sich gegen mich gerichtet hat. Die meisten scheinen es ähnlich zu sehen wie ich – dass die Anzeige völlig übertrieben ist.“

Die Solidaritätsbekundungen gehen sogar bis in den finanziellen Bereich: „Manche Leute haben geschrieben, dass sie Geld für mich sammeln, falls ich wegen meines Facebook-Posts eine Strafe bezahlen muss. Diese moralische Unterstützung freut mich zwar, aber annehmen würde ich die dann möglicherweise gesammelte Summe nicht, falls ich tatsächlich eine Geldstrafe bekommen sollte.“

Nach Anzeige: Heilbronner hegt keinen Groll gegenüber der Polizei

Ärger gegenüber der Heilbronner Polizei, die ihn nach dem Kommentar auf deren Facebook-Seite angezeigt hat, verspürt der Rentner nicht: „Die machen auch nur ihren Job und müssen den Vorschriften entsprechend reagieren. Bedenklich finde ich aber den Eindruck, dass sich alles verschärft hat und unverhältnismäßig streng betrachtet wird.“ 




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