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Offener Raum zwischen 42 und TUM

„Marktplatz der Ideen“: Das tut sich im Open Space beim Bildungscampus Heilbronn

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Die Dieter-Schwarz-Stiftung hat die einstige Maschinenfabrik Weipert für die Programmierschule 42 und den Campus Heilbronn der Technischen Universität München (TUM) umgebaut. Mittendrin: ein offener Raum für alle.

Vor der großen Treppe im Open Space in der ehemaligen Maschinenfabrik Weipert: Karen Prats ist Ansprechpartnerin der Gruppe "Inner Development Goals Heilbronn Flourishing Hub".
Vor der großen Treppe im Open Space in der ehemaligen Maschinenfabrik Weipert: Karen Prats ist Ansprechpartnerin der Gruppe "Inner Development Goals Heilbronn Flourishing Hub".  Foto: Gajer, Simon

Rechner an einem runden Tisch, eine große Treppe nach oben, die auch als Atrium mit Blick ins Innere genutzt werden kann, viel Grün und Sofas: Open Space heißt der Raum, den Thomas Bornheim mit der neuen Arkadia gGmbH in Heilbronn verantwortet. Die weite, einladende Halle in der ehemaligen Maschinenfabrik Weipert soll Anlaufstelle zum gemeinsamen Lernen sein, offen ist sie an allen Tagen. Das Gebäude wird außerdem von der Programmierschule 42 sowie dem Campus Heilbronn der Technischen Universität München (TUM) genutzt.

Nicht Coworking ist hier angesagt, sondern Studenten, Schüler und alle Interessierte können laut Thomas Bornheim den Saal nutzen, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Open Space, so die erklärte Hoffnung des einstigen Geschäftsführers der Programmierschule 42 in Heilbronn, soll der Ort sein, an dem die Community zusammenkomme. Von einem „Markplatz der Ideen“ spricht Thomas Bornheim.

Open Space beim Bildungscampus: Diese Gruppen nutzen den Saal bereits

Open Space öffnet sich und wird nachgefragt seit der Inbetriebnahme im April. Beispielsweise fand erst kürzlich der Jugendhackathon „Hack To The Future“ der Initiative Medienfokus BW statt. Laut einer Pressemitteilung entwickelten 40 Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren eigene digitale Projekte und Anwendungen. Unterstützt wurden sie dabei von 15 engagierten Mentorinnen und Mentoren aus den Bereichen Software-Entwicklung, Design, IT, Elektrotechnik und Projektmanagement.

Der Alpenverein war auch schon da, sagt Thomas Bornheim. Deutlich wird in der Aufzählung: Das Angebot richtet sich nicht nur an Studenten, sondern an alle, die sich für gemeinsames Lernen interessierten. Thomas Bornheims Ziel: „Ich hoffe, dass Open Space eine Blaupause und von anderen Städten übernommen wird.“

Inner Development Goals: Auch diese Gruppe nutzt das Angebot

Karen Prats gehört ebenfalls zu den Nutzern, sie hat schon zwei Mal mit ihrer Gruppe „Inner Development Goals Heilbronn Flourishing Hub“ den Open Space genutzt – auch, um den mittlerweile gut 100 Teilnehmern einen Raum zu geben, um Projekte zu entwickeln. Ein erstes Treffen fand bei den Campus Founders statt, im Oktober geht es in die Zigarre.

Karen Prats versteht sich dabei nur als eine Möglichmacherin, die die Gruppe zusammenbringt und ihnen den Nährstoff gebe, aus dem etwas wachsen könne. Erklärtes Ziel der nach eigenen Angaben gemeinnützigen Initiative ist es, das Innere der Teilnehmer so zu stärken, dass es zu einer nachhaltigeren Zukunft kommen kann. Der äußere Lärm, sagt Karen Prats, solle gedämmt werden. Sie ist überzeugt davon, dass solche Gruppen einen Einfluss haben können, gerade dann wenn sie breit aufgestellt sind.

Von vier bis über 60 Jahre, verschiedene Kulturen: Die Akteure, darunter Firmengründer, Investoren und Künstler, sind laut Karen Prats in Heilbronn bunt gemischt. Mit 40 Teilnehmern ging es bei einem ersten Treffen los, zuletzt kamen etwa 100. „Wir schauen nach Personen, die eine Veränderung anstreben.“

Seit fast drei Jahren ist Karen Prats in Heilbronn. Wie sich die Stadt entwickelt, gerade auch bei den Start-ups, erinnere sie an Barcelona vor etwa 15 Jahren, als die Gründerszene auch entwickelt wurde. „Heilbronn hat vieles davon.“ Nur in der Kultur, da fehle ihr noch etwas. 




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