Großmutter um halbe Million Euro gebracht? Enkel auf der Flucht
Ein Unternehmer aus Heilbronn soll seine 90-jährige Großmutter um eine halbe Million Euro gebracht haben. Der Angeklagte erschien erneut nicht zum Prozess. Wie es jetzt weitergeht.
Eigentlich wäre am Dienstag der Prozess um einen 33-Jährigen weitergegangen, der sich vor dem Landgericht Heilbronn wegen Untreue verantworten muss. Er soll seine 90-jährige Großmutter um eine halbe Million Euro gebracht haben. Aber wie schon zum Prozessauftakt am vergangenen Donnerstag, 8. August, tauchte er am Dienstag erneut nicht auf.
Großmutter um halbe Million Euro gebracht? Suche nach Angeklagtem
Unverrichteter Dinge mussten Zeugen und Familienangehörige nach dem geplatzten Prozessauftakt wieder nach Hause geschickt werden. Die Große Strafkammer erließ einen Haftbefehl. Seitdem wird er gesucht. Wo sich der Heilbronner Unternehmer aufhalten könnte, ist unklar. „Der Angeklagte ist zur Festnahme ausgeschrieben“, sagt der Pressesprecher des Landgerichts, Lutz Hils, auf Stimme-Anfrage.
„Allgemein gilt: Wer flüchtet, wird bis zum Eintritt der Verfolgungsverjährung gesucht. Ob es dem Angeklagten gelingt, sich die nächsten fünf Jahre – vorher tritt hier keinesfalls Verjährung ein – verborgen zu halten, wird sich zeigen. Er hat ja in Deutschland eine Familie und einen Geschäftsbetrieb.“
Prozess wegen Untreue am Landgericht Heilbronn: Großmutter äußert sich
Die 90-jährige Großmutter, die von ihrem Enkel um eine erhebliche Geldsumme gebracht worden sein soll, äußerte gegenüber unserer Redaktion vergangene Woche, dass der Angeklagte ihr Lieblingsenkel gewesen sei. So sauer wie sie sein sollte, könne sie nicht sein.
Die Cousine des Angeklagten dagegen sprach von einem zerrütteten Familienverhältnis. In der Vergangenheit sei schon vieles vorgefallen. „Zu dem, was er tat, konnte er nie stehen.“

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