Urteil im Bandenprozess: Tonnenweise Kupferkabel im Raum Heilbronn gestohlen
Eine zehnköpfige Bande hat auch im Großraum Heilbronn Kupferkabel im großen Stil gestohlen. Das Landgericht hat die Diebe jetzt verurteilt.
Über Monate hinweg haben zehn Angeklagte im Großraum Heilbronn in wechselnder Besetzung tonnenweise Kupferkabel gestohlen. Die zweite Große Strafkammer des Landgerichts hat die Diebe jetzt wegen mehrfachen schweren Diebstahls und versuchten schweren Diebstahls zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Aus Platzgründen musste der seit Mitte September 2025 geführte Prozess in den Saal des Oberlandesgerichts in Stuttgart-Stammheim verlegt werden.

Kupferkabel-Diebstahl im Raum Heilbronn: Landgericht verurteilt Bande zu mehrjährigen Haftstrafen
Mit dem Urteil sprach der Vorsitzende Richter Alexander Lobmüller Haftstrafen zwischen zweieinhalb Jahren und zwei Jahren und zwei Monaten aus. Darüber hinaus müssen die Angeklagten je nach Beteiligung an den Beutezügen unterschiedliche Wertersatzzahlungen leisten. Die Palette reicht dabei von gut 3000 bis knapp 60.000 Euro.
Die Diebesbande setzte sich vornehmlich aus bulgarischen und türkischen Staatsbürgern zusammen. In wechselnder Besetzung haben die Angeklagten offenbar Baustellen und Unternehmensgelände auskundschaftet, um anschließend Schlösser aufzubrechen oder Zäune durchzuschneiden. Das Diebesgut haben sie dann offenbar in einem Transporter mitgenommen und anschließend an Hehler vornehmlich in Frankfurt am Main verkauft.
Diebe machten auch vor dem Dach einer Friedhofskapelle nicht Halt
Zwischen Juni und November 2024 soll die arbeitsteilig organisierte Diebesbande im süddeutschen Raum aktiv gewesen sein. Darunter auch im Raum Heilbronn, namentlich in Heilbronn, Bad Rappenau und Erlenbach. Sie sollen Strom- und Netzwerkkabel, Baustellenwerkzeuge und Baustelleneinrichtungen sowie Kupfer vom Dach einer Friedhofskapelle entwendet haben.
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