Kameras am Marktplatz in Heilbronn sind eine Alibiveranstaltung 

  
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Die Überwachungszeiten, an denen die Kameras auf dem Heilbronner Marktplatz laufen, sind mehr als fragwürdig, meint unser Autor.


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Nun kommt sie also, die umstrittene Videoüberwachung auf dem Heilbronner Marktplatz. Doch schon eine Woche bevor die erste Kamera zwischen Rathaus und Kilianskirche läuft, gibt es dazu mehr Kritik als Lob, mehr Fragen als Antworten.

Das liegt zum einen an der zum wiederholten Male undurchsichtigen Informationspolitik. Weder Stadt noch Polizeipräsidium äußern sich vor dem Start der Überwachung, die auf den 3. September terminiert ist.

Heilbronn startet Videoüberwachung auf dem Marktplatz – die Kritik

Das ist nicht nur generell unglücklich, weil die Bürger ein Anrecht auf Informationen bei wichtigen Entscheidungen haben, es ist auch seltsam, weil Kameras und Schilder bereits aufgestellt sind, die die wichtigsten Informationen enthalten.

So verwundert es nicht, wenn in der Stadt seit Tagen über die Zeiten diskutiert wird, an denen die Kameras eingeschaltet werden dürfen. Sie sind mit Ausnahme des Samstags von 14 bis 21 Uhr und sorgen vielfach für Kopfschütteln.

Überwachungszeiten am Marktplatz sorgen für Kopfschütteln

Zum Vergleich: Stuttgart überwacht am Wochenende von 20 bis 6 Uhr, Mannheim rund um die Uhr. In Heilbronn entsteht aber wieder mal der Eindruck, dass die im Rathaus ungeliebte Videoüberwachung halbherzig umgesetzt wird.

Sie ist schon jetzt eine Alibiveranstaltung, von der die Verwaltungsspitze hofft, dass sie im kommenden Jahr schon wieder abgeblasen werden kann.




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