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Stipendiaten zwischen 16 und 19 Jahren
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KI, Social Media und Deutsch lernen: Internationale Jugendliche im Austausch in Heilbronn

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Von Brasilien über Rumänien bis Mazedonien: Jugendliche berichten, wie sie in Heilbronn Deutsch lernen, neue Freundschaften schließen und regionale Unternehmen kennenlernen. Auch bei der Stimme Mediengruppe waren sie zu Besuch.

Jugendliche aus aller Welt waren zu Besuch bei der Heilbronner Stimme. Ganz rechts: Betreuerin Jaro Wolf.
Jugendliche aus aller Welt waren zu Besuch bei der Heilbronner Stimme. Ganz rechts: Betreuerin Jaro Wolf.  Foto: Kunz, Christiana

Seit 2022 kommen jedes Jahr Stipendiaten aus aller Welt für drei Wochen nach Heilbronn. Das Programm „Deutsch + Beruf“ wird durch eine Kooperation des Goethe-Instituts Schwäbisch Hall, der Dieter-Schwarz-Stiftung und der AIM ermöglicht.

Jugendliche besuchen Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken 

Die Jugendlichen sind zwischen 16 und 19 Jahre alt und verfügen in der Regel über Deutschkenntnisse auf Mittelstufenniveau (mindestens B1). Das Programm ist straff organisiert: Zwei Wochen lang besuchen die Teilnehmenden vormittags einen Deutschkurs und lernen nachmittags verschiedene Bildungseinrichtungen des Bildungscampus kennen. Außerdem gibt es auch Freizeitangebote.

In der dritten Woche steht täglich der Besuch eines anderen Unternehmens in der Region Heilbronn-Franken auf dem Plan.

Jugendliche bauen internationales Netzwerk auf 

Laut Goethe-Institut profitieren die Jugendlichen langfristig von der Erfahrung: Sie bauen ein internationales Netzwerk auf, schließen Freundschaften, verbessern ihre Sprachkenntnisse und erleben die Kultur hautnah.

Begegnungen wie diese gelten als Beitrag zur Völkerverständigung – schließlich gilt: Was man kennt, davor hat man keine Angst. Auch Unternehmen in der Region können sich dabei international präsentieren und Kontakte knüpfen.

Einblicke in die Onlineredaktion der Heilbronner Stimme 

In den vergangenen Jahren öffneten unter anderem Audi, Schunk, Bechtle und Bosch ihre Türen. Auch die Stimme Mediengruppe hat bereits Einblicke gewährt – von der Zeitungsproduktion im Druckhaus in der Austraße bis hin zur Redaktionsarbeit in der Allee 2. So auch dieses Jahr wieder.

Die Jugendlichen erhielten einen Einblick in die verschiedenen Ressorts – zum Beispiel in die Onlineredaktion, wo Teamleiterin Josefine Lenz die tagesaktuelle Arbeit der 14 Kolleginnen und Kollegen vorstellte. Anders als bei Print erscheinen Online-Meldungen deutlich schneller. Es gibt außerdem Live-Blogs oder Eilmeldungen – andere Formate als die klassischen Artikel auf den Zeitungsseiten. Auch die Redaktionsgrafik, das Sportressort und der Desk zeigten, wie eine Zeitung entsteht.

Jugendliche konsumieren Nachrichten über Soziale Medien 

Maxim Mucenicu (18) aus Rumänien, Filipe Palm (17) aus Brasilien und Vasil Jolevski (17) aus Mazedonien erzählen, dass sie sich ausschließlich über soziale Medien wie TikTok oder Instagram über Nachrichten informieren. „Aber ich checke jedes Mal die Quellen, woher die Infos kommen“, sagt Maxim Mucenicu.

Filipe Palm und Vasil Jolevski betonen außerdem, dass es in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Bots wichtiger denn je sei, nicht alles sofort zu glauben, was man liest. Auch Videos könnten mittlerweile verfälscht sein.

Eindruck von Heilbronn: „Viele Firmen und Investitionen in Bildung“

Maxim Mucenicu war schon öfter in Deutschland, unter anderem in Hannover, München und Stuttgart; seine Mutter ist Deutschlehrerin. Heilbronn nehmen die drei als sehr modern wahr. „Viele Firmen sieht man, und es gibt Investitionen in Bildung.“ Besonders vom Bildungscampus, wo es jeden Tag Deutschunterricht gab, zeigen sie sich beeindruckt.

Kseniia Burkotenko (16) aus der Ukraine und Edita Ahmetovic (18) aus Bosnien und Herzegowina sind dankbar für die Reise nach Deutschland. „Wir haben unser Deutsch dadurch sehr verbessert.“ Es sei ein schönes Erlebnis, das sie jedem Jugendlichen ans Herz legen. „Reisen ist toll und Neues sehen. Und so viele Gleichaltrige aus unterschiedlichen Ländern hätten wir sonst niemals kennengelernt.“




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