Keine iPads für daheim: So begründet Mönchsee-Gymnasium die strengen Regeln
In Heilbronn können alle Schüler Tablets bekommen. Ob die Geräte mit nach Hause genommen werden dürfen, handhaben die Schulen sehr unterschiedlich.

Heilbronner Schulen können Tablets für ihre Kinder bekommen, bezahlt werden sie von Stadt und Dieter-Schwarz-Stiftung. Für Aufsehen sorgt dieser Tage, dass Schulen ganz unterschiedlich regeln, ob die Geräte mit nach Hause genommen werden dürfen oder nicht. Am Mönchsee-Gymnasium (MSG) bleiben die Geräte der Fünft- bis Siebtklässler in der Schule, das Theodor-Heuss-Gymnasium gibt die Geräte derzeit erst ab Klasse zehn mit nach Hause. Andere Schulen sehen das lockerer.
THG und MSG begründen die strengen Regeln unter anderem damit, dass außerhalb des Schul-WLANS spezielle Jugendschutzfilter auf den Geräten fehlen. Der falsche Umgang mit den Geräten und die Probleme daraus schlügen dann in den Schulen auf, sagt MSG-Direktorin Grit Steiner.
iPads für alle: Das Mönchsee-Gymnasium dankt für die Investition
„Wir wollen die iPads schon, und wir wollen sie sinnvoll einsetzen“, begrüßt Grit Steiner die Investition. „Wir sind überaus dankbar.“ Auch die Kinder der Unterstufe würden die Geräte nutzen, punktuell würden sie eingesetzt, sagt die MSG-Direktorin.
Als es um den medienpädagogischen Einsatz der Geräte ging, habe sich das MSG wissenschaftlich beraten lassen. Auch Eltern seien bei der Entscheidung eingebunden gewesen.
Jüngere dürfen Geräte nicht nach Hause nehmen: Das sagt das Mönchsee-Gymnasium dazu
Mehrere Gründe führten dazu, dass die Fünft- bis Siebtklässler die Geräte noch in der Schule lassen müssen. Die Medienkompetenz bei den Kindern sei unterschiedlich ausgeprägt, mancher Fünftklässler gehe zum ersten Mal mit solchen Tablets um. Wie sind die Dateien angelegt, wie ist die Organisation der Programme? Das MSG wolle die Kinder an die Organisation heranführen, sagt Grit Steiner, in einem „begleiteten Prozess“.
Ein weiterer Punkt: „Wir wollen das Schreiben und Führen von Heften nicht vernachlässigen“, sagt Grit Steiner. „Wir wollen die Handschrift schulen“, sagt sie.
„Manches liegt im Verantwortungsbereich der Eltern“
Die Schulen gehen damit ganz unterschiedlich um. Das Robert-Mayer-Gymnasium hat lockere Regeln, setzt dabei genauso auf Bücher und Hefte. Eine 100-prozentige Sicherheit werde es nie geben.
„Manches liegt im Verantwortungsbereich der Eltern“, sagte kürzlich Direktorin Antje Kerdels. Am RMG gingen die Tablets an alle Kinder. „Mit dem Ansatz wollen wir den verantwortungsvollen Umgang mit den Geräten schulen“, so Antje Kerdels. An Regeln müsse man immer wieder erinnern und die Eltern auch ermutigen, diese einzufordern.
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