Stimme+
Vandalismus
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Heilbronner Stadtteile ohne Internet – Reparatur dauert an

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Nachdem Unbekannte in mehreren Heilbronner Stadtteilen Glasfaserkabel durchtrennt haben, laufen die Reparaturarbeiten der betroffenen Firma. Wann diese abgeschlossen sein sollen.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Die Reparaturarbeiten am Glasfasernetz in den Heilbronner Stadtteilen Kirchhausen und Neckargartach dauern an. Nachdem Unbekannte an elf Verteilerkästen Glasfaserkabel durchtrennt hatten, war in beiden Stadtteilen das Internet mehrere Tage lang ausgefallen.

Die Vandalismus-Serie begann am vergangenen Mittwoch, am Donnerstag wurden weitere Kabel durchgeschnitten. Insgesamt fiel laut einer Sprecherin der Deutsche Giganetz (DGN) bei 220 Kunden das Internet aus. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung gegen die unbekannten Täter, die die Verteilerkästen offenbar mit einem Universalschlüssel („Bauknochen“) geöffnet haben. 

Glasfaserfirma Deutsche Giganetz behebt seit Tagen Vandalismus-Schäden in Heilbronn

Die Deutsche Giganetz ist seit Freitag durchgehend mit rund 20 Technikern im Einsatz, um die Schäden zu beheben. Stand Montagabend (24.02.) seien 140 der betroffenen Kunden wieder am Netz gewesen. „Je nach Erreichbarkeit der Kundinnen und Kunden rechnen wir mit einem Abschluss aller Arbeiten und der Aktivierung der verbliebenen circa 80 Kunden innerhalb der nächsten 48 Stunden“, erklärt die Sprecherin weiter. Dann seien alle Haushalte wieder mit schnellem Glasfaser-Internet versorgt.

Wie schwierig die Reparaturarbeiten sind, weiß Hilmar Mollo, Teamleiter Bau Süd bei der Deutschen Giganetz. „Wir haben mindestens eine Faser an jedem Anschluss, für jedes Haus und jede Wohnung.“ Bedeutet: Wer mehrere Glasfaser-Kabel durchtrennt, kappt damit potenziell dutzende Haushalte vom Internet.

Glasfaser-Firma muss in Häuser und Wohnungen – Arbeiten sollen in 48 Stunden fertig sein

Und es ist auch nicht damit getan, die durchtrennten Kabel zu flicken. Deshalb sind Mollo und die übrigen DGN-Techniker seit Tagen im Einsatz und verlegen die Glasfaser-Kabel neu zu den Verteilern und in die Häuser. Das passiert mithilfe von Druckluft, dem sogenannten Ein- und Ausblasen. „Das ist einfach bedeutend schwieriger, wenn das Netz einmal errichtet ist.“ 

Noch dazu müssen die Techniker in die Häuser und Wohnungen rein. Auch das ist ein Grund, der das Ganze verzögert: Während am Wochenende viele Menschen zuhause waren, sind sie werktags arbeiten. „Einige Kollegen telefonieren sich gerade die Finger wund, um Termine auszumachen.“ Der Plan sei es, in 48 Stunden fertig zu sein. 

Den angerichteten Schaden durch die Aktion schätzt das Glasfaser-Unternehmen auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die Verteilkästen seien nach dem Bau des Glasfasernetzes zwar mit einer Schließung abgesichert, sagt Hilmar Mollo. Allerdings können sie nicht komplett verrammelt werden, weil auch nach dem Bau unterschiedliche Firmen den Kasten öffnen müssen. Klar ist: Die Täter waren mit entsprechendem Werkzeug ausgestattet.




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben