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Hundesteuer in Heilbronn im Vergleich: So teuer sind andere Städte 

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Mit Erhöhungen der Hundesteuer werden überall in Deutschland die Gemeindekassen gefüllt. Spitzenreiter ist Mainz, eine nordrhein-westfälische Steueroase ist seit 2025 trockengelegt. 


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Die Hundesteuer sorgt landauf landab für Diskussionen. Viele Kommunen in Deutschland haben die Abgabe angesichts der klammen Kassen in den vergangenen Jahren teils massiv erhöht. Sie ist eine der wenigen Einnahmequellen, die direkt auf der untersten Verwaltungsebene erhoben wird und nicht zweckgebunden eingesetzt werden kann. Sprich: die einfach die Gemeindekasse füllt. 

In Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg sind Hunde landesweit am teuersten  

Damit begründet die Stadt Heilbronn die geplante Erhöhung der Hundesteuer allerdings nicht. Vielmehr wird auf eine vermeintliche Lenkungswirkung abgezielt, um den Hundebestand in der Stadt nicht noch weiter empor schnellen zu lassen. Statt wie bislang 110 Euro soll der erste Hund ab dem 1. Januar kommenden Jahres 132 Euro kosten. Jeder weitere Hund wird mit 264 Euro statt mit 240 Euro veranschlagt. Die Stadt verspricht sich davon Mehreinnahmen von knapp 100.000 Euro. 

Im Vergleich zu anderen Städten in Baden-Württemberg bewegt sich Heilbronn mit diesen Sätzen im Mittelfeld. In Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg sind für den ersten Vierbeiner 144 Euro fällig. In Ulm und Pforzheim sind es lediglich 108 Euro. 

Die Stadt Ahlen hat erst 2025 eine Hundesteuer eingeführt 

Deutschlandweit ist der treuste Freund des Menschen in Mainz am teuersten. 180 Euro sind in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zu entrichten. Im München sind es dagegen nur 100 Euro, in Hamburg 90 Euro. In beiden Städten kostet auch der zweite Hund nicht mehr als der erste. 

Es gibt aber sogar echte Steueroasen. Das Hundehalterparadies der Republik war lange Zeit Ahlen in Nordrhein-Westfalen. Dort konnten Hunde bis Mai 2025 komplett steuerfrei gehalten werden. Seitdem werden allerdings 78 Euro fällig. Damit ist jetzt Winsen an der Luhe in Niedersachsen das günstigste Hundepflaster. Gerade einmal 24 Euro werden hier fällig. 

In vielen europäischen Ländern wurde die Hundesteuer abgeschafft 

Blickt man über die Landesgrenzen hinaus, fällt auf: In sehr vielen europäischen Ländern ist die Hundesteuer in den vergangenen Jahrzehnten abgeschafft worden. Selbst im Hundesteuer-Mutterland Großbritannien wird seit 1990 keine Gebühr mehr für den bellenden Gesellen erhoben. Auch in Frankreich, Dänemark, Spanien, Italien oder Schweden sind Hunde steuerfrei.

In den USA und Australien gibt es keine Steuer, sondern eine sogenannte Haustierlizenz, die in der Regel deutlich günstiger ist, aber längst nicht von jedem Hundehalter überhaupt erworben wird.  




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