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Heilbronn plant höhere Hundesteuer: Kampfhunde sollen deutlich teurer werden

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Seit 2010 ist die Zahl der Hunde im Heilbronner Stadtgebiet um 25 Prozent gestiegen. Durch die Erhöhung der Hundesteuer will die Stadt den Trend brechen. 


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Der treueste Freund des Menschen soll in Heilbronn ab dem 1. Januar 2027 teurer werden. Die Verwaltung hat für die Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 26. Februar, einen Antrag zur Erhöhung der Hundesteuer eingebracht.

132 Euro sind künftig im Kalenderjahr für den ersten bellenden Vierbeiner im Stadtgebiet zu entrichten. Bislang waren es 110 Euro – immerhin eine Erhöhung um knapp 17 Prozentpunkte. 

Stadt Heilbronn will die Hundesteuer erhöhen: Lediglich ein Dutzend Kampfhunde gemeldet 

Gleich verdoppeln will die Stadtverwaltung die Steuer auf „gefährliche Hunde“. Damit wären für Kampfhundehalter statt bislang 300 Euro ab kommendem Jahr 600 Euro fällig. Für jeden weiteren Kampfhund würden gar 1200 Euro fällig. „Damit soll die Haltung von Kampfhunden weiter eingedämmt werden“, heißt es in dem Antrag. Aktuell sind im Stadtgebiet allerdings gerade einmal ein Dutzend dieser Kampfhunde gemeldet. Das Thema hatte vergangenes Jahr in Weinsberg hohe Wellen geschlagen

Dagegen ist die Gesamtzahl der Hunde in Heilbronn im Zeitraum von 2010 bis heute von 2894 auf 3850 gestiegen. Das sind 25 Prozent mehr. Daher zieht die Verwaltung im Antrag den Schluss, „dass die Hundesteuer ihren Lenkungszweck, insbesondere zur  Eindämmung und Reduzierung der Anzahl der Hundehaltungen im Stadtgebiet, mit den bisherigen Steuersätzen nicht mehr erfüllt“. Der Lösungsansatz lautet also: Steuer rauf, Hundezahl runter. 

Die bisherigen Steuersätze sind zum Teil seit fast drei Jahrzehnten unverändert 

Tatsächlich hat die Stadt die Sätze für den ersten Hund seit 2010 nicht mehr verändert. Die Sätze für den zweiten und jeden weiteren Hund stammen noch aus D-Mark-Zeiten, waren 1997 beschlossen worden. Sie sollen jetzt ebenfalls angepasst werden - von 240 auf 264 Euro. In Summer verspricht sich die Stadt von der Hundesteuererhöhung Mehreinnahmen von knapp 100.000 Euro pro Jahr. 

Ausgenommen von der Besteuerung bleiben wie bisher Blinden- und Rettungshunde. Neu in die „Satzung über die Erhebung der Hundesteuer in Heilbronn“ soll ein Passus aufgenommen werden, der auch Assistenzhunde mit entsprechendem Nachweis von der Steuerpflicht befreit.  




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