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Heilbronner Lehrkräfte lernen: Warum Christfluencer divers sind

  
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Wie sich laut einem Forscher Tiktok, Instagram und Youtube bei den Beiträgen mit religiösem Content unterscheiden.

Jan Philipp Hahn forscht zum Christfluencer-Trend und zu den Unterschieden auf Social Media.
Jan Philipp Hahn forscht zum Christfluencer-Trend und zu den Unterschieden auf Social Media.  Foto: stock.adobe.com

Jan Philipp Hahn forscht zum Phänomen Christfluencing und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin (EZB). Der Theologe war jüngst Hauptreferent bei einer Fortbildung für gymnasiale Lehrkräfte in Baden-Württemberg zu diesem Thema. Auch Lehrerinnen aus Heilbronn waren dabei.

Christfluencer auf You-Tube posten eher konservativen Content

Seine wissenschaftliche Arbeit zeigt: Das Feld der Christfluencer ist sehr divers. Youtube-Kanäle seien oft konservativ und fundamental. Instagram bewertet er als progressiver. Tiktok schätzt er eher konservativ und evangelistisch ein. Dabei gleichzeitig chaotisch und dynamisch mit hoher Fluktuation der Akteure. Die Inhaltsschwerpunkte sind vielfältig. Die Themen Sexualität, Familie und Geschlechterbilder habe große Konjunktur. Neben konservativen gebe es auch progressive Stimmen, etwa ein queeres Pfarr-Ehepaar, das poste. 

Religiösität wird als Teil des Alltags gezeigt

Die Bilder seien aber nicht immer dem Lifestyle geschuldet, häufig werde Religiösität als Teil des Alltagslebens dargestellt, als tägliche Routine.   

Wichtig in der Darstellung sei die Bildsprache und Bildlogik, wenn es darum geht, wie die Follower angesprochen würden, um eine große Reichweite zu generieren. Die verwendeten Bilder hätten dabei eine hohe Suggestivkraft. „Die Medienkompetenz in diesem Bereich ist sehr groß. Man kann gar nicht hoch genug einschätzen, wie wichtig es ist, mit dem Medium umzugehen“, sagt Hahn. Die Kirchen hätten es sehr schwer, hier mitzuhalten. Dass sie von dem Trend profitierten, bezweifelt er eher. 




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