Grippe-Welle ist angelaufen: So ist die Lage in der Region Heilbronn
Husten, Fieber, Gliederschmerzen: Etwas mehr Influenza-Fälle in den SLK-Kliniken, aber noch relative Ruhe in Hausarztpraxen. Ärztesprecher Uellner sagt, für eine Impfung sei es noch nicht zu spät.
Die Grippewelle trifft Deutschland dieses Jahr etwas früher, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet. Außerdem würden derzeit viele Menschen mit Covid-19 oder einer Erkältung krank im Bett liegen, heißt es von dort. Den Beginn der Grippewelle datiert das RKI rückblickend auf die Woche ab 24. November. Kriterium ist, vereinfacht gesagt, dass in jeder fünften Patientenprobe Influenza A- oder B-Viren nachgewiesen werden. Für die Woche vom 1. Dezember geht das RKI insgesamt von etwa 7,2 Millionen Erkrankungen aus, unabhängig von einem Arztbesuch. Das sei ein moderates bis hohes Niveau.
SLK-Kliniken Heilbronn: Mehr Fälle in der Kinderklinik
In der Region ergibt sich ein gemischtes Bild. Von den SLK-Kliniken heißt es auf Anfrage: „Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit Influenza bei uns sind, sowohl in der Kinderklinik, als auch an den restlichen Kliniken an allen Standorten, angestiegen.“ In der Kinderklinik gebe es mehr Fälle als im Erwachsenenbereich. Von einer „Welle“ könne man jedoch insgesamt noch nicht sprechen.

„Wir befinden uns immer noch eher am Anfang der Infektsaison. Erfahrungsgemäß ist damit zu rechnen, dass die Zahl der mit Influenza erkrankten Personen noch ansteigen wird.“
Ärzte aus der Region Heilbronn: Normales Infekt-Geschehen
Der Heilbronner Ärztesprecher und Böckinger Hausarzt Dr. Martin Uellner sagt, das Patientenaufkommen wegen Erkältungssymptomen bewege sich „im normalen Rahmen für die Jahreszeit“. Er schätze, es sei „eher weniger als in den Vorjahren“, aber bei ihm seien auch „alle Patienten durchgeimpft“. Uellner sagt: „Es macht auch jetzt noch Sinn, sich gegen die echte Grippe impfen zu lassen.“
Ähnlich bewertet der Neckarsulmer Hausarzt Dr. Mark Schreiner die Lage: „Natürlich ist Infekt-Saison, aber eine Welle haben wir noch nicht, da habe ich schon andere Zeiten erlebt.“ Die Impfbereitschaft unter seinen Patienten sei ähnlich hoch wie in den Jahren zuvor, berichtet er. Nach der Pandemie habe die Impffreudigkeit aber generell etwas nachgelassen, nicht nur, was die Covid-Impfung angeht.
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