Grillen in Heilbronner Parks: Wie die Stadt das Müll-Problem lösen will
Die Stadt Heilbronn sieht keine Anzeichen dafür, dass das Grillen zugenommen hat. Die Verschmutzung der Parkanlagen bleibt jedoch auf hohem Niveau.
Sommerzeit ist Grillzeit. Wer jedoch keinen eigenen Garten besitzt, kann auf die ausgewiesenen Grillstellen in Heilbronn ausweichen. Dazu zählen die Grillhütte am Uferradweg, die große Wiese entlang des Neckars beim Wertwiesenpark, der Ziegeleipark an der Heckenstraße hinter dem Spielplatz sowie die Wiesen in der Lehmgrube in Neckargartach. Zudem gibt es mehrere Grillstellen im Heilbronner Stadtwald.
Besonders an warmen Wochenenden sind die Wiese im Wertwiesenpark und die Grillhütte beliebte Treffpunkte. Dabei kann es vorkommen, dass die Rauchschwaden bis zum Uferradweg ziehen. Auch kommt es vor, dass vor allem an der Grillhütte Müll zurückgelassen wird.

Grillen in Heilbronner Parks: Bisher neun Verstöße
Die Stadt Heilbronn sieht keine Anzeichen dafür, dass das Grillen im Park im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen hat. Das Ordnungsamt konnte keine Zunahme feststellen, teilte die Pressestelle schriftlich mit. Auch wurden weniger Verstöße beim Grillen in den Parkanlagen registriert. "Dies ist vermutlich auch auf das wechselhafte Sommerwetter zurückzuführen", so eine Sprecherin. Bei größeren Abfallansammlungen in den Sommermonaten dauerten die Reinigungen deutlich länger. Teilweise werden auch Sonderreinigungen notwendig.
In diesem Jahr wurden bisher neun Verstöße hinsichtlich des Grillens außerhalb erlaubter Zonen in den Grün- und Erholungsanlagen festgestellt. Dann wird ein Verwarnungs- beziehungsweise Bußgeld bis 50 Euro fällig. Der kommunale Ordnungsdienst kontrolliere die Gebiete im Stadtgebiet täglich, heißt es von der Stadt, in diesem Zuge werde auch das Grillen kontrolliert.
Bei der Stadt gibt es keine Überlegungen oder Maßnahmen, das Grillen einzudämmen. "Es ist bereits heute nur in bestimmten Zonen und auch nicht in allen Parkanlagen gestattet."
Ordnungsamt stellt 15 Verstöße bei Müllentsorgung fest
Auf konstant hohem Niveau bleibt an Schönwettertagen jedoch die Verschmutzung von Parkanlagen durch Abfall, und das seit der Corona-Pandemie, teilt die Stadt mit Bedauern mit. Bisher wurden 15 Verstöße - das Wegwerfen von Abfällen, nicht angeleinte Hunde, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung oder das Füttern von Wasservögeln – in den Grün- und Erholungsanlagen festgestellt.
Werden Kleinstabfälle wie Verpackungen, Glas, Papier weggeworfen, droht ein Regelbußgeld in Höhe von 70 Euro, größere Abfallmengen werden auch höher geahndet. Hinzu kommen Gebühren für den Bußgeldbescheid von 25 Euro.
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