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Außengastronomie in Heilbronn: Sonderregeln zur Fußball-WM 2026 geplant

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Stadt Heilbronn und Gemeinderat wollen der Gastronomie im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft entgegenkommen. Deutschland-Spiele dürfen auch im Freien unabhängig von den Zeiten übertragen werden. 


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Die Stadt Heilbronn will die Sperrzeiten für die städtische Außengastronomie nicht nur generell wie gehabt in den Sommermonaten 2026 verkürzen. Während der Fußball-Weltmeisterschaft, die vom 11. Juni bis 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wird, dürfen die Gastronomiebetriebe auch in der Außengastronomie die Deutschlandspiele übertragen, unabhängig von den Zeiten, an denen sie stattfinden. 

Gleich zwei Anträge fordern diese verlängerten Bewirtungszeiten. Die Verwaltung der Stadt hat dazu noch parallel den Antrag gestellt, der eine generelle Verkürzung der Sperrzeiten in der Außengastronomie für die Sommermonate vom 1. Mai bis 31. Oktober vorsieht. Diese Erleichterung hatte sich bereits in den Vorjahren 2023 bis 2025 durchgesetzt.      

Außengastronomie in Heilbronn während der WM: Gliederung nach Zonen 

Für die Außengastronomie gelten normalerweise Sperrzeiten von Sonntag bis Donnerstag ab 23 Uhr und freitags, samstags und vor Feiertagen ab 24 Uhr. Die Betriebe, die in der Zone A liegen, also der erweiterten Innenstadt, der Altstadt und der Bahnhofsvorstadt, dürfen sogar jeweils eine Stunde länger öffnen. In den Stadtteilen Biberach, Horkheim, Frankenbach, Kirchhausen und Klingenberg müssen die Biergärten und Terrassen dagegen bereits eine Stunde früher schließen. Um dem Ruhebedürfnis der Anwohner gerecht zu werden, treten zudem generell ab 22 Uhr besondere Regeln zum Lärmschutz in Kraft. 

Im Antrag der Stadt ist nun zusätzlich eine Verschiebung der Sperrzeit bei Live-Übertragungen der Fußballspiele der Deutschen Fußballnationalmannschaft auf das jeweilige Spielende vorgesehen. Die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft sind auf 19 Uhr (Curacao) und jeweils 22 Uhr (Elfenbeinküste und Ecuador) terminiert. Die CDU-Fraktion fordert in ihrem Antrag eine Verlängerung des Außengastronomiebetriebes bei Spielen mit deutscher Beteiligung und aller Finalspiele auf 30 Minuten nach dem prognostizierten Spielende.  

Die Außengastronomie rüstet sich langsam für das Frühlingsgeschäft. Während der Fußball-WM dürfen die Betriebe in Heilbronner länger bewirten.
Die Außengastronomie rüstet sich langsam für das Frühlingsgeschäft. Während der Fußball-WM dürfen die Betriebe in Heilbronner länger bewirten.  Foto: dpa Bernd Weißbrod

Gebühren für Außenbewirtschaftung in Heilbronn werden wieder erhoben 

In der Vergangenheit hatte es in Heilbronn auch bei Fußballübertragungen immer wieder Beschwerden von Anwohnern wegen Lärmbelästigungen gegeben. Beim Regierungspräsidium in Stuttgart liegt derzeit ein Lärmgutachten für die Außengastronomie zur Prüfung vor. In anderen Städten sind teilweise auch Klagen vor Gericht anhängig.

Als Wertmutstropfen müssen die Wirte und Händler in Heilbronn ab 2026 wieder Gebühren für Außenbewirtschaftung und Infoständer im öffentlichen Raum bezahlen. Diese Gebühren waren wegen der schwierigen Corona-Zeiten bis 2025 ausgesetzt worden. Die Wiedereinführung war vor allem vom Dehoga-Stadtverbandsvorsitzenden Thomas Aurich, gleichzeitig CDU-Stadtrat, heftig kritisiert worden. Gleichzeitig erarbeitet das Rathaus auch ein neues Gesamtkonzept für Einzelhandel und Gastronomiebetriebe, welches auch Gestaltungsfragen regeln soll. Es soll demnächst im Gemeinderat vorgestellt werden. 




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