Fast 4300 Einwohner: So entwickelt sich Kirchhausen in den nächsten Jahren
Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass bis 2040 mehr Menschen in Heilbronn leben werden. Das gilt auch für den Stadtteil Kirchhausen.

Die Stadt Heilbronn wächst: Bis 2040 wird sie um 9300 Einwohner auf dann etwas über 140.000 wachsen. Ein Plus kommt auch auf den Stadtteil Kirchhausen zu. Das jedenfalls ist der Bevölkerungsvorausrechnung zu entnehmen, mit der sich der Bezirksbeirat befasst hat. Wie sich der Ort entwickelt, ist in vielerlei Hinsicht wichtig: Es spielt bei möglichem neuen Wohnraum genauso eine Rolle wie bei Investitionen in Bildung und Betreuung.
Kirchhausens Bevölkerung legt zu. Aus 4005 Menschen im Jahr 2024 werden bis 2040 insgesamt 4258 Einwohner.
Heilbronns Bevölkerung legt zu: Das sind Ursachen des Wachstums bis 2040
Viele Zahlen fließen in die Berechnung mit ein. Die Entwicklung auf dem Bildungscampus sowie im Innovationspark Künstliche Intelligenz genauso wie die sogenannte Restbesiedlung in Kirchhausen, hier geht es um die Gebiete „Wittumäcker West“ und „Wittumäcker I“ sowie die Nachverdichtung des Gebiets „Buckelgärten“. Das jedenfalls ist der Analyse zu entnehmen, die die Stadtverwaltung präsentiert hat.
Kirchhausen ist mit Blick auf das Durchschnittsalter einer der ältesten Stadtteile. Waren auf gesamt Heilbronn bezogen die Menschen zuletzt fast 42 Jahre alt, waren die Kirchhausener 15 Monate älter. Bis 2040 verjüngt sich der Stadtteil leicht, bleibt aber immer noch ein Jahr über dem Durchschnittsalter der Gesamtstadt (41,8 Jahre).
Kirchhausen bekommt mehr Einwohner: Diese Gruppen sind die Gewinner
Den größten prozentualen Rückgang in Kirchhausen erlebt die Gruppe der Drei- bis Sechsjährigen. Sie sinkt den Erwartungen zufolge um 17,4 Prozent auf 115 Kinder. Den größten Zuwachs erfahren dem gegenüber die 18- bis 25-Jährigen, die um etwas über 40 Prozent auf 379 Menschen zulegen.
In absoluten Zahlen legen die 25- bis 45-Jährigen am deutlichsten zu: Sie steigen um 226 Frauen und Männer auf etwas über 1210.
Woher kommen die neuen Menschen im Stadtteil?
In den vergangenen Jahren hatte Kirchhausen vor allem durch Umzüge innerhalb von Heilbronn zulegen können. Die Innenstadt Heilbronn ist der Statistik zufolge oft erste Anlaufstelle für Neubürger, von dort aus ziehen viele dann nach einiger Zeit weiter in die Stadtteile. Für Kirchhausen galt zuletzt: 29 Menschen zogen aus anderen Heilbronner Gebieten in den Teilort, von außerhalb waren es gerade einmal elf.
Dem gegenüber steht die Entwicklung der Innenstadt: Dem Plus von fast 2300 Menschen, die von außerhalb nach Heilbronn kamen, stand zuletzt ein Abgang in andere Stadtteile von etwas über 1100 Menschen gegenüber.
Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass der Zuwachs in den kommenden eineinhalb Jahrzehnten nicht gleichmäßig vonstatten gehen wird. Wegen des Ausbaus des Hochschulstandorts Heilbronn dürfte das stärkste Plus in den ersten Jahren zu erleben sein. Außerdem werden weiterhin mehr Menschen sterben, als zur Welt kommen.
Dieses unterschiedliche Wachstum wird ebenfalls im Stadtteil Kirchhausen zu spüren sein. Bis 2030 legt der Stadtteil den Zahlen zufolge um 133 Einwohner zu. In den fünf folgenden Jahren kommen nur knapp 70 Menschen hinzu, im anschließenden Fünf-Jahres-Zeitraum bis 2040 nur etwa 50.
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