Stimme+
Premiere für die Hochschule Heilbronn

Erstmals Partner einer europäischen Hochschulallianz: Darum geht es bei dem KI-Projekt

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

EUonAIR will nach eigenen Angaben die Künstliche Intelligenz verantwortungsbewusst in Bildung, Forschung und Mobilität verankern. Heilbronn ist daran beteiligt. Details werden am Montag, 28. April, präsentiert.

Die Hochschule Heilbronn stellt das Projekt EUonAIR am Montag, 28. April, ab 16 Uhr im Bildungscampus vor, S-Gebäude, Raum 055.
Die Hochschule Heilbronn stellt das Projekt EUonAIR am Montag, 28. April, ab 16 Uhr im Bildungscampus vor, S-Gebäude, Raum 055.  Foto: Berger Mario

Heilbronn will bei Künstlicher Intelligenz (KI) eine führende Rolle spielen. Bei Anwendungen setzen Firmen und Institutionen im Innovationspark für Künstliche Intelligenz (Ipai) auch gemeinsam Akzente, die Bildungseinrichtungen haben ebenfalls eigene Schwerpunkte.

Teil davon ist unter anderem die Hochschule Heilbronn (HHN). Sie gehört in der Region schon lange zu den Vorreitern bei KI-Forschung, jetzt ist die Hochschule erstmals überhaupt Partner einer europäischen Hochschulallianz. Im Rahmen von „EU on AIR“ will die HHN die europäische KI-Hochschulbildung mitgestalten und Forschung, Internationalisierung, Mobilität und Künstliche Intelligenz auf neue Weise miteinander verknüpfen. EU on AIR steht für: „European University on AI in Curricula, Smart UniverCity and (Return) Mobility“.  

Hochschule Heilbronn ist Teil von EUonAIR: Hier bringt sich die Region vor allem ein

Laut eigenen Angaben übernimmt die Hochschule eine besonders aktive Rolle in zwei von acht Arbeitspaketen: Im Bereich Open Research (Offene Forschung) soll offene, kollaborative KI-Forschung vorangetrieben werden. Der zweite Aspekt „Zukunft der Lehre“ umfasst die Entwicklung moderner KI-gestützter Lehrkonzepte und Curricula. „Wir wollen KI-Hochschulbildung neu denken“, sagt Isabell Steidel, die an der Hochschule das Projekt leitet.

Zehn Hochschulen sind als Projektpartner daran beteiligt, hinzukommen fünf weitere „Associate Partner“, darunter zwei ukrainische. Laut Isabell Steidel geht es nicht allein um KI-Forschung. Im Fokus steht auch die Frage, wie man KI-Bildung ethisch und nachhaltig umsetzen könne und wie sie den Kommunen zugute komme. Damit wolle man sich vom Silicon Valley abheben, wo es nur um „höher, schneller, weiter“ gehe, so die Projektleiterin.

So profitieren die Studenten und Unternehmen davon

Der internationale Austausch von Studenten gehört ebenfalls dazu. Hier sei es ein Ziel, nicht nur eine Zeit lang im Ausland zu studieren. Das Gelernte zu Hause anzuwenden, steht den Angaben zufolge ebenfalls im Fokus.

Heilbronn beteiligt sich nach eigenen Angaben maßgeblich daran, den virtuellen Campus „My AI Campus“ zu entwickeln. In der Hochschulallianz entstehe eine virtuelle Plattform, mit der ein neuer Zugang zu Bildung möglich werde, so Isabell Steidel.

Die Hochschule Heilbronn ist vernetzt

Auch Betriebe sollen letztlich von dem Engagement der Hochschule profitieren können. Die HHN versteht sich schon immer als Hochschule der Region und ist mit Unternehmen vernetzt. Sie will so die Brücke zwischen akademischer KI-Forschung und industrieller Praxis schlagen.

Die Allianz profitiert auch in einem anderen Bereich von diesem HHN-Netzwerk: Lokale Unternehmen und kommunale Einrichtungen sollen in Projekte der Allianz eingebunden werden. Mit der Stadtverwaltung Heilbronn stehe man schon im Austausch. Von KI sollen Kommunen profitieren, so die Projektleiterin. Möglichkeiten sieht Isabell Steidel bei der „intelligenten Stadtentwicklung“. Mit KI ließen sich beispielsweise schon Ampeln intelligent steuern.

Das Projekt läuft nach Angaben der Hochschule bis Ende 2028, es stehen insgesamt 14,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Hochschule Heilbronn stellt das Projekt EUonAIR am Montag, 28. April, ab 16 Uhr im Bildungscampus vor, S-Gebäude, Raum 055. Der Einladung zufolge gibt es es Informationen dazu, welche Chancen das Projekt für das Heilbronner Ökosystem, die Hochschule, Studenten und Lehrende bietet und wie die Zukunft der Künstlichen Intelligenz im Bildungswesen von europäischen Hochschulen und Universitäten geprägt werden kann. Zur Planung bitte anmelden über www.eveeno.com/euonairhhn.




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben