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Eishockey-Benefizspiel der HEC Eisbären: Erlös kommt der 16-jährigen Lotte zugute

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Das Benefizspiel der HEC Eisbären findet am 1. Februar statt. Alle Einnahmen des Spieltages gehen an die Heilbronner Familie Herms und ihre schwer kranke Tochter.


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Bereits zum 13. Mal organisieren die HEC Eisbären ein Benefizspiel für den guten Zweck. Die Einnahmen der Veranstaltung am 1. Februar gehen an die Familie Herms und ihre Tochter Lotte. Die pflegebedürftige 16-Jährige ist am seltenen Aicardi-Syndrom erkrankt und auf einen Rollstuhl angewiesen.

„Wir als Verein stellen die Plattform zur Verfügung“, sagt Rainer Scholl. Er ist zweiter Vorsitzender des Heilbronner Eishockeyclubs Eisbären. Der Verein wolle Personen und Familien aus der Umgebung mit dem Benefizspiel unterstützen. Durch das Engagement seien in den vergangenen Jahren richtige Freundschaften entstanden, auch die Wertschätzung den Organisatoren und dem Verein gegenüber sei einfach schön, so Scholl weiter. Der gesamte Verein stehe hinter der Aktion, jeder verzichte auf sein Geld. Rund 80 Ehrenamtliche engagieren sich für das Gelingen des Benefizspiels.

Benefizspiel in Heilbronn: Geld für ein neues Auto gesammelt

Die Spendengelder sind wichtig für die Familie, das erklärt der Vater Sven Herms. „Lotte ist groß, dementsprechend braucht sie einen großen Rollstuhl.“ Dieser wiege um die 60 Kilogramm. Den Rollstuhl ins Auto heben sei allein kaum möglich. Die Spenden werden deswegen für ein größeres Auto mit Rampe benötigt. Auch, damit genug Platz für die beiden anderen Kinder der Familie ist. Aktuell fahre man immer mit zwei Autos, wenn die gesamte Familie dabei sein soll, so Herms.

Lotte Herms (Mitte) mit ihren Eltern und den Funktionären der HEC Eisbären: Geschäftsführer Michael Rumrich (von links), zweiter Vorsitzender Rainer Scholl, Susan Herms, Sven Herms und erster Vorsitzender Kai Sellers.
Lotte Herms (Mitte) mit ihren Eltern und den Funktionären der HEC Eisbären: Geschäftsführer Michael Rumrich (von links), zweiter Vorsitzender Rainer Scholl, Susan Herms, Sven Herms und erster Vorsitzender Kai Sellers.  Foto: Biener, Thomas

Im Organisationsteam sind Freunde der Familie Herms beteiligt. Es sei schön zu sehen, wie viel Rückhalt und Hilfe einem zuteilwerde, sagt Sven Herms. Viele Freunde engagierten sich, einige organisierten selbstständig Spenden. Dadurch, dass das Orgateam aus Freunden der betreffenden Familie besteht, seien diese auch stärker eingebunden, sagt Rainer Scholl. Das habe sich bewährt.

In Heilbronn geht es beim Benefizspiel um den ersten Tabellenplatz

Der Kontakt zu den Eisbären ist über den Sport entstanden. „Für wen wollen wir was machen?“, lautet die Frage, die HEC-Geschäftsführer Michael Rumrich in der Benefizspiel-Vorstandssitzung stellt. Jeder im Vorstand machte dann einen Vorschlag, die Wahl fiel auf Lotte und ihre Familie. „Bei uns bleibt nichts hängen“, betont Rumrich. Alle Einnahmen des Spielabends abzüglich der Unkosten würden an Familie Herms gehen. Die Spieler beider Mannschaften spenden, die Schiedsrichter werden bezahlt – und spenden das Geld wieder.

Rund 3800 Menschen passen in die Heilbronner Eishalle. Das Stadion vollzukriegen sei wichtig, sagt Michael Rumrich. Dass es sich bei dem Benefizspiel um das Spitzenspiel der Liga handelt, sei Zufall. Die Eisbären, auf Tabellenrang eins, empfangen nämlich die Zweitplatzierten aus Reutlingen, die Black Eagels. Es gehe um den ersten Tabellenplatz, erklärt Rainer Scholl. „Das wird ein richtig gutes Spiel.“

Unterhaltung vor und nach dem Spiel und in den Pausen in der Heilbronner Eishalle

Auch vor und nach dem Spiel und in den Pausen dürfen sich Fans und Unterstützer auf Unterhaltung freuen: Vor Spielstart sorge der Tennbär der Firma PreZero für strahlende Kinderaugen, gibt der Verein in einer Mitteilung bekannt. In den Drittelpausen zeige der HEC-Nachwuchs unter der Leitung von Vladimir Grof, wie engagiert in Heilbronn Jugendarbeit betrieben werde. In der zweiten Drittelpause folge mit „Eistanz mit Begleitfrost – Ein ungleiches Duett“ ein Show-Highlight auf dem Eis.

Im Anschluss an das Spiel steige in der Pistenbar unter der Tribüne eine Party, bei der Fans, Freunde und Mannschaften zusammen feiern. Parallel dazu werde die Eisfläche für eine Eislaufzeit für alle geöffnet, wer keine Schlittschuhe besitzt, könne sich vor Ort ein Paar für fünf Euro ausleihen, heißt es in der Mitteilung des Vereins.

Lose für die große Tombola mit rund 1000 Preisen in Heilbronn

„Fast jedes Los gewinnt“, sagt Rainer Scholl. Und auch die Preise hätten es in sich, merkt er an. Damit meint er die große Tombola, die mit etwa 1000 Gewinnen lockt. Zahlreiche Spender hätten dies ermöglicht.

„Jeder Euro hilft uns“, sagt Susan Herms, Lottes Mutter, abschließend. „Was zusammenkommt, das kommt zusammen“, sagt auch Rainer Scholl mit Blick auf die Spenden. Er ist überzeugt: „Jeder kann etwas tun.“ Dem stimmt Michael Rumrich zu: „Einmal im Jahr etwas Gutes tun, das schadet keinem. Und das ist eine gute Gelegenheit, genau das zu tun.“

Das Spiel findet am Sonntag, 1. Februar, ab 16 Uhr in der Eishalle Heilbronn statt. Eröffnet wird die Halle bereits um 14.30 Uhr mit einem Programm für Kinder. Auch gibt es eine große Tombola mit rund 1000 Preisen. Wer Lotte und Familie Herms unterstützen will, kann das auch über das Spendenkonto der HEC Eisbären tun.




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