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Warum es bei den Eisbären Heilbronn plötzlich prächtig läuft

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Die Eisbären Heilbronn feiern in der Baden-Württemberg-Liga den neunten Sieg in Folge. Noch vier Spiele bis zum Hauptrunden-Abschluss. Das Zwischenziel ist klar.

Aiden Wagner (Mitte) ist durch „seine Quirligkeit und sein Engagement auf dem Eis ganz schwer zu halten“, sagt Trainer Kai Sellers.
Aiden Wagner (Mitte) ist durch „seine Quirligkeit und sein Engagement auf dem Eis ganz schwer zu halten“, sagt Trainer Kai Sellers.  Foto: privat/HEC Eisbären

Mit den Siegen Nummer acht und neun in den vergangenen neun Partien – dem 7:2 gegen den SC Bietigheim-Bissingen und dem 5:3 bei den Baden Rhinos des ESC Hügelsheim – sind die Heilbronner EC Eisbären am bisherigen Spitzenreiter TSG Reutlingen Black Eagles vorbei auf den ersten Platz der Baden-Württemberg-Liga gestürmt.

„Wir hatten einige neue Spieler zu integrieren. Deshalb passte es bei einigen von der Abstimmung zunächst noch nicht.“

Kai Sellers

„Die Mannschaft hat sich nun gefunden“, freut sich Trainer Kai Sellers über die Erfolgsserie. „Wir hatten einige neue Spieler zu integrieren. Und wir sind alles keine Profis. Deshalb passte es bei einigen von der Abstimmung zunächst noch nicht.“ Einen Push hat den Unterländern auch noch mal die Rückkehr von Aiden Wagner gegeben, der bereits in der Saison 2019/2020 das Trikot des Viertligisten trug. 

Für die Eisbären Heilbronn ist die Rückkehr von Aiden Wagner ein Gewinn 

„Aiden ist ein echter Gewinn, der einiges bewegt – auch in der Kabine“, berichtet Kai Sellers. „Und durch seine Quirligkeit und sein Engagement ist er auf dem Eis ganz schwer zu halten.“ Außerdem sticht offensiv der Finne Eetu Santanen heraus. „Er ist ein wahnsinnig guter, individuell starker Spieler, der so viel Hockey-Gefühl hat, dass er in unserer Liga viel bewegen kann“, erklärt der Coach. Der Heilbronner Viertligist glänzt aber nicht nur mit einer starken Offensive.

Mit 45 Gegentoren nach 17 Spielen stellen die Eisbären auch die stabilste Defensive der Klasse. Kapitän Tim Brenner spielt „eine Wahnsinnssaison“ (Kai Sellers). Mit Marco Horter, Tim Sellers, Kevin Dibrov und Kevin Malez gesellen sich gute Eigengewächse dazu. Viel Erfahrung bringen die Ex-Profis Marco Schütz und Thomas Gödtel ein, der seine Rekordstrafe aus dem Heimspiel gegen die Baden Rhinos im Dezember 2024 seit dem 1. Januar abgesessen hat. 

Platz eins soll bis zum Hauptrundenende erfolgreich verteidigt werden

In den letzten vier Spielen der Hauptrunde soll Platz eins verteidigt werden. „Das Heimrecht in den Playoffs ist uns extrem wichtig“, berichtet Kai Sellers. „Vor allem, wenn es gegen Zweibrücken oder Hügelsheim geht, die eine kleine Eisfläche haben. Solche Teams tun sich auf der größeren Fläche schwerer, weil man dort mehr Raum und Zeit hat. Solche Mannschaften dort suchen vielleicht einen schnelleren Abschluss, obwohl sie Zeit hätten.“

„Das Heimrecht in den Playoffs ist uns extrem wichtig.“

Kai Sellers

Reutlingen ist aber noch auf Tuchfühlung zu den Eisbären. „Wir spielen noch gegen die Black Eagles und auch noch gegen den Tabellenvierten Zweibrücken“, erzählt Kai Seller. Dazu treffen die Heilbronner auf den 1. CfR Pforzheim und EKU Mannheim. „Der erste Platz in der Hauptrunde ist noch lange nicht sicher“, warnt der HEC-Trainer. „Aber ich hoffe, dass wir durchmarschieren. Ein Selbstläufer wird es jedoch nicht.“

Bietigheim-Bissingen ist zwar punktelos, aber dennoch gefährlich

Wie gefährlich selbst das punktlose Schlusslicht SC Bietigheim-Bissingen sein kann, zeigte das erste Spiel des Kalenderjahres. Zwar führten die Eisbären durch Wagner (3./22. Minute) und Jesse Lottonen (26.) mit 3:0. „Doch dann schlich sich etwas Laissez-faire rein“, ärgert sich Kai Sellers. Die Steelers-Amateure verkürzten durch Till Kempter (29.) und Andreas Hilse (30.) auf 2:3.

„Es ist schade, dass wir so einen Hallo-wach-Effekt brauchten“, fährt der Trainer fort. Denn die Eisbären schossen durch Wagner (49.), Santanen (51./Überzahl), Sven Breiter (58.) und erneut Santanen (59.) noch ein 7:2 (1:0, 2:2, 4:0) heraus. Einen Tag darauf meisterten die Unterländer auch die Aufgabe in Hügelsheim mit 5:3 (0:0, 2:2, 1:3). 

Brenner macht eine Sekunde vor Schluss alles klar

Brenner (34.) und Lottonen (39.) glichen den zweimaligen Rückstand durch Treffer von Veniamin Trandafilov (31.) und Dominik Dech (36.) aus. Dann brachten Santanen (46.) und Lottonen (48.) die Eisbären mit 4:2 in Front. Zwar gelang Maxim Engel das 3:4 (51./Überzahl). Doch Brenner machte eine Sekunde vor dem Ende mit einem Schuss ins verwaiste Tor alles klar, nachdem die Rhinos Goalie Helgi Ivarsson für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatten.

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