Ehrenmord-Prozess in Heilbronn: Polizeikette drängt Angehörige zurück
Zwischen 80 und 100 Angehörige warteten nach dem Urteil wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes gegen sieben Angeklagte vor dem Landgericht Heilbronn. 28 Polizeibeamte im Einsatz.
Es war der letzte Prozesstag am Landgericht Heilbronn. Sieben Angeklagte mussten sich wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes wegen der Familienehre verantworten. Alle sieben waren am vergangenen Mittwoch (11. Februar) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
Wie nun bekannt wurde, kam es zu einem größeren Polizeieinsatz.
Ehrenmord-Prozess in Heilbronn: Polizeikette drängt Angehörige zurück
Wie Frank Belz, Pressesprecher des Heilbonner Polizeipräsidiums erklärt, sollen etwa 80 bis 100 Menschen beim Abtransport der Verurteilten vor dem Gerichtsgebäude gewartet haben.
Eine Polizeikette soll die Menschen auf die andere Straßenseite der Cäcilienstraße abgedrängt haben, damit der Gefangenentransport stattfinden konnte.

Gerichtsmitarbeiter beobachten Streit unter Angehörigen
Bereits während des Prozesses soll von Justizbeamten des Landgerichts ein Streit unter 20 Angehörigen vor dem Gerichtsgebäude beobachtet worden sein. „Als die Polizei eingetroffen ist, haben wir davon nichts mehr gesehen“, sagt Belz.
Beim Spazierengehen beobachtet
Nach Ansicht des Gerichts versuchten die sieben Verurteilten im September 2024, einen Mann und dessen Sohn zu töten. Der Sohn soll mit der Schwester von einem der Angeklagten beim Spazierengehen beobachtet worden sein. Dadurch war für den Bruder die Familienehre verletzt. Das Landgericht verhandelte neun Monate.
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