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Digitale Gewalt gegen Frauen: Die Täter sollten sich schämen – nicht die Opfer

  
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Digitale Gewalt gegen Frauen ist kein neues Phänomen, sondern existiert seit Jahren im Raum Heilbronn. Dass das Thema nun in den Fokus rückt, ist längst überfällig, meint unsere Autorin.


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Die gesellschaftliche Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen ist überfällig. Cyberstalking, Erpressung mit Nacktfotos oder Deepfakes sind keine abstrakten Phänomene. Diese Fälle existieren seit Jahren im Raum Heilbronn. Die Täter sind fast ausschließlich Männer. Oft die Ex-Partner, deren gekränktes Ego es offenbar nicht erträgt, wenn die Frau nicht so will, wie sie es gern hätten. Die, die man einst liebte, soll nun gedemütigt und erniedrigt werden. Eine primitive Geisteshaltung wie aus dem Mittelalter.

Digitale Gewalt gegen Frauen in Heilbronn: Binsenweisheiten greifen zu kurz

Das gilt übrigens auch beim Thema Schuld – das gut und gerne ebenfalls dem Opfer aufgebürdet wird. Denn Binsenweisheiten, etwa dass intime Fotos niemals versandt werden sollten, greifen zu kurz. So etwas braucht es gar nicht mehr. Dank KI und ein paar Mausklicks erstellen sich die Täter ihr Vernichtungsmaterial mittlerweile binnen Minuten selbst. Ein heimliches Foto in der Öffentlichkeit ist schnell gemacht. Und was einmal im Internet landet, lässt sich dann nicht mehr ausradieren.

Eine Diskussion über Gesetzeslücken ist begrüßenswert. Ob Änderungen, wie sie die Bundesregierung plant, Abhilfe schaffen können, wird sich zeigen. Ein Pauschalurteil über alle Männer zu fällen, ist selbstverständlich fehl am Platz. Die Mehrheit von ihnen ist redlich. Gerade sie sind gefragt, das niederträchtige Verhalten Einzelner in ihren Reihen zu verurteilen. Die Scham sollte nicht beim Opfer liegen – sondern beim Täter.




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