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Bundestagswahl 2025
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"Keine Partei überzeugt mich zu hundert Prozent" – Heilbronner äußern sich zu ihrer Wahltendenz

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Wie denken Heilbronner über die bevorstehende Bundestagswahl? Passanten in der Innenstadt zeigen sich besorgt, aber auch entschlossen. Ihre Meinungen gehen weit auseinander. 


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Weniger als zwei Wochen vor der Bundestagswahl könnten die Meinungen der Bürger kaum unterschiedlicher sein. Das zeigt ein aktuelles Stimmungsbild aus der Heilbronner Innenstadt. Während einige Menschen klare Präferenzen haben, herrscht bei anderen allerdings noch großes Misstrauen gegenüber der Politik und der Arbeit der deutschen Volksvertreter im Bundestag.

„Es gibt keine Hoffnung“ – Warum ein Heilbronner Wähler aufgibt und ein anderer zur AfD tendiert

Artur Ten aus Kirchardt ist sich sicher: Bei den anstehenden Bundestagswahlen wird er die AfD unterstützen. „Wir müssen etwas unternehmen, um unser Land und unseren Lebensstil zu bewahren“, sagt der 37-Jährige. „Es muss strenger kontrolliert werden, wer ins Land kommt und wie sich die Menschen hier verhalten.“ Der gebürtige Kasache mit deutscher Staatsbürgerschaft sieht in der AfD die einzige Partei, die in dieser Frage entschlossene Maßnahmen ergreifen kann.

Der 85-jährige Roland Eisenmann aus Heilbronn hingegen hat sich komplett von der Politik abgewandt. „Ich wähle nicht mehr. Ich finde, das bringt nichts. Die Situation in der Politik ist und bleibt eine Katastrophe“, sagt der Briefträger im Ruhestand und führt seinen Frust weiter aus: „Es gibt keine Hoffnung für unsere Kinder. Alles ist gelogen in der Politik, es ist die reinste Massenbelügung.“ Nicht wählen? Damit ist Eisenmann nicht alleine. 

Bundestagswahl 2025: Schüler aus Heilbronn möchte sich nicht mehr für Nationalstolz schämen

Auch Leander Auner aus Heilbronn steht den Parteien recht skeptisch gegenüber. „Keine Partei überzeugt mich zu hundert Prozent. Bei allen gibt es etwas, das ich sehr verwerflich finde.“ Müsste er sich jedoch jetzt entscheiden, würde er die CDU wählen. „Ich denke, sie repräsentieren die politische Mitte am besten und sind auch wirklich bemüht, etwas zu verändern“, sagt der 18-jährige Schüler.

Auner wünscht sich, dass man wieder stolz auf Deutschland sein kann, ohne sich für die Vergangenheit schämen zu müssen. „Wenn ich die Deutschlandflagge hochhalte, soll es nicht gleich automatisch als extrem gelten, nur weil man nationalen Stolz zeigt. Ich denke, Friedrich Merz vertritt diese Ansicht.“ 

Heilbronner äußern sich zur Bundestagswahl: unterschiedliche Einschätzungen in der Innenstadt

Während Leander Auner die CDU als beste Wahlmöglichkeit sieht, kann sich die 18-jährige Hanna Zakarias aus Untergruppenbach überhaupt nicht mit der Partei anfreunden. Genauso wenig wie mit der AfD. „Ich finde extreme Einstellungen gefährlich. Und Rechts geht für mich gar nicht“, sagt die Schülerin. Besonders kritisch sieht sie auch, dass die Union jüngst im Bundestag in Kauf genommen hat, eine Mehrheit mit der AfD zu bilden – das lehnt Zakarias entschieden ab.

Felix Brosi aus Abstatt ist überzeugt von der FDP. Er findet, dass sich Christian Lindner sehr gut für die deutsche Wirtschaft einsetzt.
Felix Brosi aus Abstatt ist überzeugt von der FDP. Er findet, dass sich Christian Lindner sehr gut für die deutsche Wirtschaft einsetzt.  Foto: Aleyna Tas

Eine ganz andere Perspektive hat Felix Brosi, 26 Jahre alt, aus Abstatt. Er plant, die FDP zu wählen. „Wirtschaft ist für mich sehr wichtig, da sie den Wohlstand unseres Landes ausmacht. Ich denke, die FDP setzt sich dafür am meisten ein“, erklärt er. Besonders schätzt er auch, dass FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner vergleichsweise jung ist. „Er ist unter 60 Jahre alt – das können die Kandidaten vieler anderer Parteien nicht von sich behaupten“, sagt der Student. 




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