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Wahrzeichen Heilbronns teilweise im Dunkeln – Stadträtin übt Kritik

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Die Figur an der Spitze des Kiliansturms bleibt im Dunkeln. Eine Heilbronner Stadträtin kritisiert die Stadt und verweist auf Widersprüche bei Beleuchtung, Naturschutz und Sicherheit.


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Der Kiliansturm ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Heilbronns – doch die Figur an seiner Spitze, das sogenannte Kiliansmännle, ist nicht beleuchtet. Stadträtin Marion Rathgeber-Roth (Unabhängige für Heilbronn) kritisiert das und hat sich deswegen an die Verwaltung gewendet.

Nach eigenen Angaben wird sie immer wieder von Bürgern auf das Thema angesprochen.

Wahrzeichen Heilbronns teilweise im Dunkeln: Stadträtin fordert Beleuchtung am Kiliansturm

Aus ihrer Sicht ist nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet die Figur an der Spitze des Turms im Dunkeln bleibt. „Kann es wirklich so schwer sein, kleine Beleuchtungselemente zu installieren?“ In einer Rückmeldung der Stadt werde unter anderem auf naturschutzrechtliche Vorgaben verwiesen.

„Ich halte Naturschutz für sehr wichtig, kann allerdings in keinster Weise nachvollziehen, wieso innerhalb weniger Meter kein gleicher Maßstab angelegt werden kann“, erklärt sie. Der Kiliansturm werde beleuchtet, die Figur an der Spitze jedoch nicht.

Während der Kiliansturm beleuchtet ist, bleibt die Figur an der Spitze, das Kiliansmännle, im Dunkeln.
Während der Kiliansturm beleuchtet ist, bleibt die Figur an der Spitze, das Kiliansmännle, im Dunkeln.  Foto: Lina Bihr

Dass auch schnelle Umsetzungen möglich seien, habe zuletzt die Beleuchtung des Marktplatzes beziehungsweise der dortigen Gebäude gezeigt. Einen Schritt, den sie „ausdrücklich begrüße“, bei dem sich für sie jedoch die Frage stelle, warum Vergleichbares nicht auch an anderer Stelle umgesetzt werden könne.

Kritik auch an fehlender Beleuchtung der Flügelnuss am Stadtgarten

Ähnliche Kritik äußert Rathgeber-Roth auch im Zusammenhang mit der Beleuchtung der Flügelnuss am Stadtgarten. Auch hier verweist die Stadt auf fehlende kurzfristige Umsetzungsmöglichkeiten. „Die Antwort wirft bei mir schon Fragen auf“, so die Stadträtin.

Zum einen zeige das Beispiel Marktplatz, dass kurzfristige Maßnahmen möglich seien, zum anderen spiele Beleuchtung immer wieder eine wichtige Rolle für das Sicherheitsgefühl. „Gerade der Eingangsbereich zum Stadtgarten ist schlecht ausgeleuchtet und es bietet sich hier die Chance, diese Situation zu verbessern.“

Dunkle Ecken in Heilbronn: Das sagt die Stadt dazu

Die Stadt Heilbronn verweist in ihrer Stellungnahme auf den derzeit in Erstellung befindlichen Lichtmasterplan für die gesamte Innenstadt. Dieser solle das übergeordnete Beleuchtungskonzept festlegen und als Leitbild dienen. Sowohl der Marktplatz als auch das Kiliansmännle und der Bereich um die Flügelnuss lägen im Geltungsbereich dieses Lichtmasterplans.

Zu den naturschutzrechtlichen Aspekten erklärt die Stadt, dass das Naturschutzgesetz Vorgaben zur Beleuchtung enthalte, die bei jeder Beleuchtungsplanung konkret geprüft würden. Die Kilianskirche sei in die Beleuchtungsplanung für den Marktplatz einbezogen, weshalb diese naturschutzrechtliche Prüfung im Jahr 2026 erfolgen solle.

Stadt verweist auf Planung, Stadträtin bleibt kritisch

Für die Umsetzung des Lichtmasterplans sei für alle Bereiche eine konkrete technische Beleuchtungsplanung erforderlich. Für den Marktplatz sei damit zum Jahresende 2025 begonnen worden. Im Rahmen einer Vorabmaßnahme sei im Herbst 2025 die Beleuchtung am Marktplatz nicht erweitert worden, vielmehr seien lediglich die Leuchtmittel technisch optimiert worden, um die Ausleuchtung zu verbessern.

Die Naturschutz-Argumente greifen aus Sicht von Marion Rathgeber-Roth sowohl bei der Flügelnuss, wie auch beim Kiliansmännle nicht, da das Umfeld ja bereits viele Lichtquellen habe. Darüber hinaus sieht die Stadträtin einen Widerspruch zur städtischen Strategie. „Lass doch mal das Licht an“ sei ein Aufruf der Stadt, mehr Beleuchtungen einzuschalten, um Aufenthaltsqualität und Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Ihr Fazit: „Manchmal sind es kleine Maßnahmen, die eine große Wirkungen erzielen können.“




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