Startschuss für Nordumfahrung Heilbronn: Jetzt müssen weitere Schritte folgen
Die Idee für die Nordumfahrung Heilbronn existiert seit 50 Jahren. Mit dem offiziellen Startschuss rückt Entlastung näher, doch weitere Schritte müssen folgen, sagt unser Autor.
In den Redebeiträgen der politischen Entscheidungsträger vor Ort wurde die Entlastung der Bürgerinnen und Bürger vom Durchgangsverkehr in Neckargartach und Frankenbach immer an erster Stelle genannt. Also exakt der Aspekt, der vor einem halben Jahrhundert die Idee der Nordumfahrung gebar.
Nur hat dieses Ziel fast 50 Jahre lang nicht genügend Schlagkraft entwickelt, um das Projekt aus dem komatösen Planungsstatus heraus, „auf die Überholspur“ zu bringen, wie es Ministerialdirektor Berthold Frieß ausdrückte.
Nach 50 Jahren Planung: Heilbronner Nordumfahrung kommt
Selbst das stetig weiterentwickelte Industriegebiet Böllinger Höfe mit seinen 160 ansässigen Unternehmen vermochte es bislang nicht, den großen infrastrukturellen Wurf auszulösen, obwohl die „Zu- und Abfahrt hochbelastet ist“, wie Oberbürgermeister Harry Mergel einräumte.
Der wahre Katalysator heißt Ipai. Der Bau des KI-Innovationsparks hat den jahrzehntelangen Dornröschenschlaf der Nordumfahrung zwar nicht mit einem Kuss, aber doch mit einem Schlag beendet. Als „Lebensader für den Ipai“ bezeichnete Mergel die Nordumfahrung.
Nordumfahrung Heilbronn: Nächste Schritte zügig angehen
Bei aller Freude über die künftige Aorta ins neue Herz Heilbronns sei nicht vergessen, dass der zweite und dritte Bauabschnitt des Projekts bislang nur als Plan existiert. Eine Finanzierung gibt es noch nicht, lediglich einen groben Zeitplan. Bei der Saarlandstraße wurde nach Abschluss der ersten Bauphase die Förderung eingestellt. Das Projekt ist spätestens mit dem Baubeginn der Nordumfahrung beerdigt.
Die nächsten Schritte müssen also zügig in Angriff genommen werden. Mit 50 Jahren ist die Nordumfahrung in einem Alter, das keine weiteren Verzögerungen mehr erlaubt.
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