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Medienberichte über Visa-Probleme
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„Nicht negativ auffallen“: Heilbronner Studentin über Auslandssemester in den USA

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Die Hochschule Heilbronn und die DHBW beobachten die strengen Grenzkontrollen in den USA aufmerksam. Die Studenten, die ein Auslandssemester machen, sind für die aktuelle Lage vor Ort sensibilisiert worden. 


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Etwas nervös sei sie schon gewesen, als sie Ende März am internationalen Flughafen in Los Angeles landete, erzählt Jenny Spröhnle. Die BWL-Studentin an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn erinnert sich, dass nur kurz bevor sie ihr Auslandssemester an der University of California in Riverside antreten sollte, die Einreisebestimmungen in die USA verschärft worden waren. „Als wir ankamen, wurde dann jedoch nur unser Visum kontrolliert, und wir konnten den Flughafen problemlos verlassen“, erzählt die 20-Jährige.

Seit März häufen sich Medienberichte über Menschen, die weniger Glück hatten als Spröhnle. Touristen berichten, dass ihnen die Einreise verwehrt wurde, zum Teil wurden sie in Gewahrsam genommen, bevor sie wieder nach Deutschland zurückkehren mussten. Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise aktualisiert: „Falsche Angaben zum Aufenthaltszweck oder eine auch nur geringfügige Überschreitung der Aufenthaltsdauer bei Reisen können bei Ein- oder Ausreise zu Festnahme, Abschiebehaft und Abschiebung führen“, heißt es auf der Website.

DHBW, Duale Hochschule Heilbronn Baden Württemberg
DHBW, Duale Hochschule Heilbronn Baden Württemberg  Foto: Seidel, Ralf

Heilbronner Hochschulen beobachten Situation in den USA

„Die Situation in den USA wird von unserem International Office und den Verantwortlichen der Partnerhochschulen natürlich verfolgt“, erklärt Vanessa Offermann von der Hochschule Heilbronn, die ebenfalls Auslandssemester an amerikanischen Partnerhochschulen anbieten. Aktuell befänden sich aber keine Studierenden in den USA, erklärt die Sprecherin. Der nächste Austausch sei für das Wintersemester geplant. Zu den Partnerhochschulen gehören etwa das Brooklyn College der City University of New York und die Michigan Technological University.

Die betreffende Gruppe habe vorab eine Sensibilisierung für die aktuelle Lage vor Ort erhalten. Beispielsweise sei ihnen von den Verantwortlichen geraten worden, sich rechtzeitig beim Auswärtigen Amt zu informieren und eigenverantwortlich bei den entsprechenden Krisenvorsorgelisten zu registrieren. Je nach Situation im Frühsommer sei auch noch ein gemeinsames Treffen zum Austausch geplant.

Verhaltensempfehlungen für Heilbronner Studenten im Auslandssemester

Auch Jenny Spröhnle ist vor Ort in Riverside vom International Office instruiert worden, wie sie sich angesichts der aktuellen Politik verhalten solle, berichtet sie. Zum Beispiel sollen die Austauschstudenten sich „gerade in dieser Zeit besonders an die Regeln halten und nicht negativ auffallen“, um die Visa nicht zu gefährden, sagt sie. Dokumente sollten immer mitgeführt werden. Im Austausch mit ihren amerikanischen Kommilitonen seien die Grenzkontrollen kein Thema, über das gesprochen werde.

Insgesamt befinden sich aktuell zehn Studierende der DHBW Heilbronn in den Vereinigten Staaten. Keiner davon hätte Probleme gemeldet, informiert Verena Kruppa, Leiterin des International Office. Von den Berichten lässt sich offenbar die Mehrheit nicht abschrecken – die Nachfrage für nächstes Jahr sei ungebrochen.




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