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Mit Kanu und MS Käthchen: Was ein Heilbronner Erlebnistag am Fluss alles zu bieten hat

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Beim Aktionstag „Heilbronn erleben“ können die Besucher den Neckar und die Stadt auf eine ganz neue Weise kennenlernen. Auch die Ausflugsschifffahrt auf dem Neckar bietet wieder regelmäßige Fahrten an. 

Die Idee entstand mitten in der Depressionsphase der Corona-Pandemie. „Wir hatten überlegt, was wir tun können, um unsere Stadtführer zu beschäftigen und den Menschen in dieser Zeit etwas zu bieten“, erinnert sich der Chef der Heilbronn-Marketing GmbH, Steffen Schoch. So entstand 2020 der erste „Aktionstag Heilbronn erleben“, der am Samstag bereits zum zwölften Mal stattfand.

Aktionstag Heilbronn erleben: Schnupperpaddeln auf dem Neckar 

Und auch 2025 steht der Tag ganz im Zeichen von Wein, Wasser sowie den historischen und modernen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die es hautnah zu erkunden gilt. Wer sich beispielsweise gegen zehn Uhr der Götzenturmbrücke nähert, sieht bereits reges Treiben am Ufer des Neckar. Unter der Brücke stehen rote Kanus bereit, daneben liegen die typischen Boards mit dem Stechpaddel.

„Wir sind schon von Anfang an beim Aktionstag dabei, und der Schnupperpaddeltag wird immer sehr gut angenommen“, freut sich Eduard Forat von 100 Prozent Kanu und Bike. Der Veranstalter aus Hardthausen ist mit seinen Kanus, Flößen und Brettern schon seit Jahren auf Neckar, Kocher und Jagst unterwegs. Auch die ersten Paddler sind schon da, und nach einer kurzen Einweisung durch Forat oder seine Mitarbeiterin Jennifer Bajkalov geht es auch schon los.


Den Neckar mit Kanus erkunden beim Aktionstag Heilbronn erleben

Ruhig gleiten die Boote auf dem Neckar dahin, und mit dem Weg ändert sich auch die Perspektive. „Man wird ganz ruhig und entspannt“, schildert Kathrin Wieland ihre Eindrücke, während das Kanu sich auf die Inselspitze zubewegt. Die HMG-Mitarbeiterin schreibt ihre Eindrücke für die Homepage des Veranstalters nieder. Auch kanalaufwärts gleiten die Boote zügig dahin, umgeben von Enten, Nilgänsen und Trauerweiden, die ihre Zweige in den Fluss hängen – Entschleunigung pur.

„Das war richtig erholsam“, betont Kathrin Wieland am Ufer. „Es ist schön, aber auch anstrengend“, freut sich Ursula Grohe über ihre erste Paddeltour mit ihrem Mann auf dem Neckar. Die 60-jährige Heilbronnerin hat bereits mehrere Aktionstage miterlebt und findet die Angebote „immer sehr interessant. Man sieht dabei, wie sehr sich die Stadt verändert hat.

Stadtrundgang durch Heilbronns grüne Oasen

Die Tour ist den ganzen Morgen über gut nachgefragt. Wer sich nicht angemeldet hat, kann auch ganz spontan das Kanu besteigen. Dabei sind die fünf Euro für die halbe Stunde ein Schnäppchen. Unterdessen bereitet sich Edith Süßenbach an der Villa Merz unweit des Neckars auf ihren Stadtrundgang durch Heilbronns grüne Oasen vor.

„Wir sind ausverkauft“, freut sich die erfahrene Stadtführerin, die die Besucher zu den schönsten Grünflächen der Stadt führt, ehe der verwunschene Garten voller Skulpturen der Künstlerin Lee Babel in der Dammstraße Abschluss und Höhepunkt der Wanderung bietet.  

Stand-up-Paddel auf dem Heilbronner Neckar testen

Zurück am Neckar bietet sich für Mutige ein Versuch auf dem Stand-up-Paddel an. „Erst in der Mitte hinknien, wenn Du das Gefühl für das Board hast, kannst Du langsam aufstehen“, weist Eduard Forat den Reporter ein. Nach wenigen Minuten auf den Knien wird der freie Stand gewagt. Das Gefühl der Freiheit so unmittelbar an der Wasseroberfläche ist beeindruckend. Doch Hochmut kommt vor dem Fall. Wenige Meter vor dem Ufer geschieht das Malheur und der freie Fall ins kalte Wasser. Der Begriff „den Neckar erfahrbar machen“ bekommt da eine ganz andere Bedeutung. Und selbst wenn sich klatschnass nicht gerade gemütlich anfühlt – auch das Bad im Neckar hat etwas.

Aktionstag Heilbronn erleben: Rundfahrt mit der weißen Flotte

Dafür entschädigt die Rundfahrt mit frischen Jeans und Oberhemd auf der MS Käthchen, die wenig später am Marrahaus startet. Das Schiff der Weissen Flotte Heidelberg, das Kapitän Pascal Hohenberger steuert, gleitet majestätisch unter der Friedrich-Ebert-Brücke hindurch und durch die schmale Schleuse des Wilhelm-Kanals. Hier ist Millimeterarbeit gefragt. Die 32 Mitreisenden genießen die Fahrt über Buga-Gelände, Salzhafen und hinaus auf den breiten Neckarkanal, ehe es nach der automatischen Schleuse an der Otto-Konz-Brücke zurück in die Innenstadt geht. „Das ist schon eine tolle Fahrt“, freut sich Bernd Schmid aus Lauffen am Neckar. Ihm wurde der Neckar quasi in die Wiege gelegt, denn sein Vater war dort beim Wasser und Schifffahrtsamt angestellt.

Auch eine Gruppe aus Hohenstein-Oberstetten ist begeistert. „Wir kommen einmal im Jahr hierher, kaufen Wein und genießen einen Tag in der Stadt“, schildert Bernhard Matuschik. Den gebürtigen Heilbronner hat die Liebe auf die Schwäbisch Alb verschlagen. „Es hat uns sehr gut gefallen“, betont der 67-Jährige, als Schiff wieder am Marrahaus vor Anker liegt. Dort wartet bereits die nächste Gruppe darauf, an Bord zu gehen, um eine wunderbare Stunde auf dem Fluss zu erleben. 




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