Stimme+
Babys und Pflegebedürftige 
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Windel-Rabatt bei Müllgebühren: So begründet die Heilbronner SPD ihren Vorstoß

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

In Heilbronn soll ab 2026 jede zusätzliche Restmüllabfuhr extra kosten. Die SPD fordert deshalb Entlastungen für Familien mit Babys sowie für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Windeln sind teuer, die Entsorgung kostet obendrein. Vor diesem Hintergrund fordert die SPD-Fraktion, Familien mit Babys, Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige bei den Müllgebühren zu entlasten.    Hintergrund des SPD-Antrags ist, dass Heilbronn zum Jahresbeginn 2026 ein neues Müllsystem einführt, das auch die Gebühren neu ordnet. Inklusive sind beim Restmüll dann nur noch zwölf jährliche Leerungen, jede weitere kostet extra. „So sollen Anreize zur Müllvermeidung geschaffen werden“, sagt Tanja Sagasser-Beil. 

Wer auf Windeln angewiesen ist, so die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Heilbronner Gemeinderat, der könne diesen Müll nicht ohne Weiteres vermeiden. Menschen mit „regelmäßigem Windelbedarf“ will die Fraktion entlasten, also Familien mit Babys, Menschen mit Behinderung und Inkontinenz. 

Windel-Rabatt bei Müllgebühren: Das schlägt Heilbronns SPD vor 

Einen entsprechenden Antrag hat die SPD bereits im Frühjahr auf den Weg gebracht und ihre Forderung jetzt noch einmal unterstrichen. Denkbar seien etwa kostenlose Windel-Müllsäcke oder eine Entsorgungsmöglichkeit  wie eine Windeltonne auf den Recyclinghöfen. Auch kann sich die Fraktion auf Antrag eine Ermäßigung bei der Abfallgebühr vorstellen, etwa könnten Windelnutzer die nächstgrößere Behältergröße bekommen, ohne dies zusätzlich bezahlen zu müssen. 

„Die Unterstützung dieser Gruppen würde das Profil der Stadt Heilbronn als soziale sowie kinder- und seniorenfreundliche Kommune stärken“, ist die SPD überzeugt und verweist auf Erfahrungen in anderen Landkreisen. So sei etwa im Kreis Biberach bei Vorlage eines ärztlichen Attests der Gratis-Wechsel zu einer größeren Mülltonne möglich. Der Kreis Aurich in Norddeutschland räumt Familien mit Babys einen Gebührenrabatt ein. 


Mehr zum Thema

Ab 2026 gibt es einige Änderungen bei der Müllabfuhr in Heilbronn.
Stimme+
Änderung
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Müll-Systemwechsel: Wohin mit den ganzen Tonnen in der Übergangsphase?


Landkreis Heilbronn fördert Mehrwegwindeln 

Einen anderen Weg geht der Landkreis Heilbronn. Dort gibt es einen einmaligen Zuschuss von 100 Euro, wenn junge Familien von Einmalwindeln auf ein Mehrwegsystem mit Stoffwindeln umsteigen. Rund 4.500 Einwegwindeln benötige ein Kind, das zweieinhalb Jahre mit fünf Windeln am Tag gewickelt wird, heißt es auf der Homepage des Landratsamtes.

Alleine im Landkreis Heilbronn bedeutet das bei 3600 Wickel-Kindern ein Abfallaufkommen von jährlich 16 Millionen Einwegwindeln.




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben