„Rasant entwickelt“ – wie das Landesgraduiertenzentrum in Heilbronn vorankommt
Drei Universitäten und das Land Baden-Württemberg wollen Spitzenforscher für angewandte KI nach Heilbronn holen. Das ist der aktuelle Stand der Umsetzung.
Heilbronn macht sich bei Künstlicher Intelligenz (KI) einen Namen. Der Innovationspark Künstliche Intelligenz (Ipai) mit schon 100 Unternehmen und Organisationen bekommt einen eigenen Campus beim Stadtteil Neckargartach. Mit KI beschäftigen sich Forscher der Hochschule Heilbronn und der wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem Bildungscampus.
Der Bildungscampus, hinter dem finanziell die Dieter-Schwarz-Stiftung steckt, wächst weiter - das gilt für Gebäude genauso wie für die Inhalte: So bauen das Land Baden-Württemberg sowie die Universitäten Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen hier ein Landesgraduiertenzentrum für angewandte KI auf, connAIx genannt. Unterstützt werden sie von einem Beirat.
So entwickelt sich Heilbronn: Professorin lobt den Standort
„Heilbronn hat sich rasant entwickelt“, sagt Haya Schulmann. Die Beiratsvorsitzende ist Professorin für Cybersicherheit an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied im Direktorium des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit Athene in Darmstadt.

Der international besetzte Beirat bringe unabhängige Expertise rein, so Haya Schulmann, und wolle darauf achten, dass die Inhalte anschlussfähig seien und die Qualität stimme. Mit guten Professoren schaffe man es, gute Nachwuchsforscher zu bekommen – „auch internationale“, sagt sie.
Überzeugend und tragfähig: So steht es um Heilbronn
Für Heilbronn macht sich Haya Schulmann keine Sorgen. „Der Standort ist überzeugend und tragfähig.“ Sie ist von der Situation in der Region begeistert und betont: „Hier wird alles richtig gemacht.“
Der Schwerpunkt des Landesgraduiertenzentrums in Heilbronn liegt nach Angaben des Landes auf der Verbindung des Maschinellen Lernens, KI und den Ingenieurwissenschaften. Im Fokus stünden Zukunftsfelder der angewandten KI wie Chipdesign, Robotik oder Cybersicherheit.
Zusammenspiel mehrerer Bausteine: Deshalb ist KI-Stadt Heilbronn gut positioniert
In Sachen KI ist Heilbronn bereits sehr umfassend aufgestellt, und gerade diesen Ansatz hebt Haya Schulmann lobend hervor. „Es ist ein Zusammenspiel mehrerer Bausteine“, sagt sie. Ipai, universitäre Einrichtungen auf dem Bildungscampus, Forschungsinstitute, Unternehmen, Start-ups: Durch dieses Beieinander der Akteure entstehe Zusammenarbeit, sagt die Professorin. Diese Dichte und Nähe untereinander sei außergewöhnlich.
KI sei für Deutschland wichtig, vom großen Netzwerk in Heilbronn könne Deutschland profitieren. „Solche Institutionen sind wichtig für die digitale Souveränität“, sagt Haya Schulmann.
Das Landesgraduiertenzentrum sieht die Beiratsvorsitzende als Ergänzung der bestehenden KI-Akteure an. Den Standort Heilbronn findet Haya Schulmann für ein solches Graduiertenzentrum als ideal, eben wegen des Umfelds mit Unternehmen. Die Nachwuchsforscher arbeiteten nicht in einem „luftleeren Raum“, sagt sie.
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