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Digitalisierung der Verwaltung
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„Zum Wohle des Landes“: Warum ein Brackenheimer jetzt auf die neue Landesregierung setzt

  
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Der IT-Chef der Stadt Stuttgart, Nikolas Stihl vom gleichnamigen Motorsägenhersteller: Eine Gruppe mit namhaften Mitgliedern macht bei der Digitalisierung der öffentlichen Hand Druck. Das ist nun geplant.

Digitalisierung der öffentlichen Hand: Franz Eduard Gruber aus Brackenheim sieht erheblichen Nachholbedarf.
Digitalisierung der öffentlichen Hand: Franz Eduard Gruber aus Brackenheim sieht erheblichen Nachholbedarf.  Foto: Philip Dulian

Franz Eduard Gruber aus Brackenheim lässt bei der Digitalisierung der Verwaltung nicht locker. Seit wenigen Jahren sucht er das Gespräch mit Verantwortlichen bei der Landesregierung, um hier Tempo reinzubekommen. Zu seiner Gruppe gehört unter anderem der IT-Chef der Stadtverwaltung Stuttgart, und auch Nikolas Stihl ist dabei,  Vorsitzender des Beirats des Sägen-Herstellers aus Waiblingen. Bislang tut sich in Grubers Augen zu wenig auf Landesebene.

Franz Eduard Gruber setzt auf eine neue Koalition unter Ministerpräsident Cem Özdemir, den er bereits nach eigenen Angaben angeschrieben hat. „Wir brauchen ein ressortübergreifendes Ministerium für Digitales und Staatsmodernisierung mit einer Führungspersönlichkeit und praktischer IT-Erfahrung.“ Der Brackenheimer betont zudem: Wie auf Bundesebene brauche es ein eigenständiges Digitalministerium, das aus dem bisherigen juristischen Umfeld herausgelöst werden müsse.

Sein Eindruck ist, dass es auf Seiten der Grünen den Wunsch nach einem solchen Ministerium gebe. Ein Ministerium allein genügt laut Franz Eduard Gruber aber nicht. Der Brackenheimer, der Mitarbeiter von IBM und SAP war und eine Firma gegründet hat, fordert zudem ein übergreifendes Treffen, „Digital-Konvent BW“ genannt, an dem alle an der IT-Transformation beteiligten Organisationen und Anstalten teilnehmen. Zudem sollte es seiner Ansicht nach einen großen Versuch in der Landeshauptstadt Stuttgart geben. „Zum Wohle unseres Landes“ müsse es in die richtige Richtung gehen.

Franz Eduard Gruber macht sich aufgrund seines forschen Auftretens nicht nur Freunde in Rathäusern und Behörden. Mancher Gesprächspartner in der öffentlichen Hand fühlt sich überrumpelt, so als tue man selbst bislang nichts.

Franz Eduard Gruber engagiert sich im Bereich der Digitalisierung.
Franz Eduard Gruber engagiert sich im Bereich der Digitalisierung.  Foto: privat
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