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Ehrenamtskarte
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Zu viel Bürokratie

  
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Das Bonussystem für Freiwillige ist gut gedacht. Mit der Umsetzung hapert es aber noch, wie man an den Unterschieden zwischen Stadt- und Landkreis sieht. 

Das Land will die Ehrenamtskarte umsetzen, die Landkreise Heilbronn und Hohenlohe machen aber erst mal nicht mit, weil der Aufwand zu groß ist.
Das Land will die Ehrenamtskarte umsetzen, die Landkreise Heilbronn und Hohenlohe machen aber erst mal nicht mit, weil der Aufwand zu groß ist.  Foto: Marijan Murat

Wie so vieles ist auch die Ehrenamtskarte ein Beispiel dafür, dass eine gut gemeinte Sache am Ende nicht wirklich viel bringt. Wer sich freiwillig engagiert, kommt billiger ins Freibad: Super Idee, manche Kommunen setzen das auch schon um. Die Idee ist grundsätzlich gut, dass das bloße Vorzeigen einer Ehrenamtskarte Vergünstigungen mit sich bringt, sei es beim Theater- oder dem Konzertbesuch, bei Freizeiteinrichtungen oder beim Kurs in der Volkshochschule.

Ehrenamtskarte: Stadt Heilbronn macht mit, der Landkreis ist noch zögerlich

Was ist aber, wenn jemand aus Nachbargemeinde oder gar -kreis nun auch weniger Eintritt zahlen soll? Neben der Frage, wie kommunen- und kreisübergreifend abgerechnet wird, ist auch der Nachweis problematisch, wer eine solche Karte bekommen soll. 

Statt zu prüfen, ob jemand wirklich 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet hat, könnten Kommunen je nach Einwohnerzahl ein bestimmtes Kontingent an Karten bekommen, die sie dann an Hilfsdienste, Vereine, Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen vergeben. Dort sitzen in der Regel fähige Leute, die wissen, wer eine solche Bonuskarte wirklich verdient hat und wer eher nicht. 

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