Zu viel Bürokratie
Das Bonussystem für Freiwillige ist gut gedacht. Mit der Umsetzung hapert es aber noch, wie man an den Unterschieden zwischen Stadt- und Landkreis sieht.

Wie so vieles ist auch die Ehrenamtskarte ein Beispiel dafür, dass eine gut gemeinte Sache am Ende nicht wirklich viel bringt. Wer sich freiwillig engagiert, kommt billiger ins Freibad: Super Idee, manche Kommunen setzen das auch schon um. Die Idee ist grundsätzlich gut, dass das bloße Vorzeigen einer Ehrenamtskarte Vergünstigungen mit sich bringt, sei es beim Theater- oder dem Konzertbesuch, bei Freizeiteinrichtungen oder beim Kurs in der Volkshochschule.
Ehrenamtskarte: Stadt Heilbronn macht mit, der Landkreis ist noch zögerlich
Was ist aber, wenn jemand aus Nachbargemeinde oder gar -kreis nun auch weniger Eintritt zahlen soll? Neben der Frage, wie kommunen- und kreisübergreifend abgerechnet wird, ist auch der Nachweis problematisch, wer eine solche Karte bekommen soll.
Statt zu prüfen, ob jemand wirklich 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet hat, könnten Kommunen je nach Einwohnerzahl ein bestimmtes Kontingent an Karten bekommen, die sie dann an Hilfsdienste, Vereine, Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen vergeben. Dort sitzen in der Regel fähige Leute, die wissen, wer eine solche Bonuskarte wirklich verdient hat und wer eher nicht.
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Kommentare
Regina Schacke am 20.05.2025 11:57 Uhr
Ehrenamt in Selbsthilfegruppen ist wieder nicht berücksichtigt worden. Da leisten Betroffene für Betroffene Hilfe zur Selbsthilfe,
Schade das diese wieder um Anerkennung ihr Arbeit kämpfen müssen, während andere es einfach bekommen
Konstantin Teubner am 20.05.2025 11:24 Uhr
Es wäre sinnvoller das Geld zu benutzen, um den Ehrenamtlichen anders etwas Gutes zu tun.
Wie ein DankeschönNachmittag z.B.
oder eine dementsprechende Fortbildung anzubieten.