Wunsch nach einem lebendigen Dorfmittelpunkt für Eschenau
Victoria von der Wippel hat viele Ideen und Träume für die Nutzung des Familienbesitzes in Eschenau: Von der Standesamt-Außenstelle über ein Café bis hin zu Veranstaltungen.

Die Burg des Ritterguts Eschenau wurde 1504 im bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Drei Jahre später erwarben die Herren von Gemmingen Eschenau. 1570 entstand das repräsentative Renaissance-Schloss. Im Laufe der Jahrhunderte gab es zahlreiche Besitzerwechsel. Zuletzt erwarb Ende der 1920er Jahre Alexander von Bernus das Anwesen.
Verantwortung Dieses war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs heruntergekommen. Seine Frau Isa von Bernus, die 2002 starb, machte sich mit ihrer Tochter Isa Marina an die Sanierung nach den alten Plänen von Leopoldo Retti. Victoria von der Wippel sieht sich in der Verantwortung, das Kulturdenkmal für den Erben, ihren Sohn Maximilian von Bernus (21), zu erhalten und notwendige Sanierungen vorzunehmen. Ihr Sohn solle Ende der 2030er Jahre eine Wahl haben, was er mit seinem Erbe mache.
Zukunft des Schlosses hängt von Genehmigung des Landesdenkmalamts ab
Victoria von der Wippel hat viele Ideen und Träume. Diese müssten aber erst mal genehmigt und finanziert werden. „Die schönsten Steine sind nicht wertvoll, wenn sie ohne Funktion bleiben“, meint die 54-jährige Pädagogin. Die Orangerie soll zur Standesamt-Außenstelle werden. „Das ist ein ziemlich weiter Weg“, weiß von der Wippel. Dazu braucht es nicht nur grünes Licht vom Verwalter des Erbes, sondern auch von der Gemeinde Obersulm und des Landesdenkmalamts. Muss dieses doch Sanierungen zustimmen und vor allem Sanitäranlagen, die in den ehemaligen Stallungen untergebracht werden sollen. „Mit den Sanitäranlagen fällt die Zukunft des Schlosses“, meint von der Wippel. Sie hofft, dass noch 2025 über den Antrag entschieden wird. Im Herbst sind Gespräche angesetzt.
Toiletten werden auch benötigt, wenn das Teehaus, direkt neben der Orangerie, für Sektempfänge dienen soll und ein Café im Brunnenhaus realisiert werden kann. Im ehemaligen Gesindehaus kann sich von der Wippel Ferienwohnungen vorstellen.
Idealer Ort für Feste, Konzerte, Lesungen oder Weihnachtsmarkt
Für diese Pläne ist Geld erforderlich, das von der Wippel auch über Events erwirtschaften möchte. „Mein Wunsch ist, dass die Gemeinde Obersulm und die Eschenauer das Schloss als Dorfmittelpunkt sehen und mitanpacken.“ Da ist sie sehr zuversichtlich, schließlich biete das Schloss die Chance, Menschen zusammenzubringen – bei (Wein-)Festen, Konzerten, Lesungen oder einem Weihnachtsmarkt. „Es ist so vieles, was man machen kann.“
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