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Wohnungseinbrüche im Raum Heilbronn: Wie hoch die Aufklärungsquote ist 

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Die Zahl der gemeldeten Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg geht zurück – auch im Stadt- und Landkreis Heilbronn? Die Polizei berichtet über Fallzahlen, Tatverdächtige und die Aufklärungsquote. 


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Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg ist einer Bilanz zufolge auf dem zweitniedrigsten Wert seit 20 Jahren – wenn die Corona-Pandemie außer Acht gelassen wird. Fast die Hälfte aller Wohnungseinbrüche scheiterte den Angaben bereits im Versuchsstadium. Wie sehen die Zahlen für die Region Heilbronn aus?

Im Jahr 2023 gab es 58 erfasste Fälle von Wohnungseinbruchsdiebstahl im Stadtkreis Heilbronn, wie Polizeisprecher Marcel Dominke gegenüber der Heilbronner Stimme mitteilte. Im Landkreis Heilbronn seien es im selben Zeitraum 114 Fälle gewesen.

Wohnungseinbrüche in Heilbronn: So entwickeln sich die Fallzahlen 

Zahlen für 2024 werden laut den Beamten erst mit der Veröffentlichung der Polizeikriminalstatistik 2024 im kommenden Frühjahr publik gemacht. Allerdings zeige sich schon jetzt, dass die Fallzahlen wie in ganz Baden-Württemberg rückläufig sind. Allerdings gilt die Aussage laut Dominke nur unter Vorbehalt. Denn seit wenigen Wochen hat die dunkle Jahreszeit begonnen, was eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt verkompliziert.

Jetzt, wo die Dämmerung bereits am späten Nachmittag einsetzt, steigt das Risiko von Einbrüchen. Täter nutzten in vielen Fällen die frühen Abendstunden, wenn viele Menschen noch unterwegs oder bei der Arbeit sind. Die Polizei gibt deshalb präventiv Tipps, um das Haus sicherzumachen.

Eine „größere“ Einbruchserie könne die Fallzahlen in der Gesamtschau noch deutlich verändern. Zuletzt wurden mehrere solcher Taten publik. So waren Anfang November Gartengrundstücke in Leingarten Ziel von Einbrechern, sie stahlen Kupfer und Werkzeug. Zudem ließen unbekannte Täter bei Einbrüchen in Einfamilienhäuser in Leingarten und Neuenstadt am vergangenen Wochenende Bargeld und diverse Wertgegenstände im fünfstelligen Eurowert mitgehen.

Einbrecher im Stadt- und Landkreis Heilbronn – was über sie bekannt ist

In der Stadt Heilbronn wurde 203 mit 20,7 Prozent jedes fünfte Wohnungseinbruchsdelikt aufgeklärt. Im Landkreis Heilbronn konnten die Beamten nur 15,8 Prozent der Fälle und damit weniger als jeden sechsten Fall lösen.

Besonders aktiv waren die Einbrecher den Angaben nach am Wochenende. Rund zwei Drittel der Taten ereigneten sich im Stadtkreis Heilbronn im Zeitraum von Freitag bis Sonntag. Insgesamt konnten zehn Tatverdächtige im Stadtgebiet ausgemacht werden. Dabei handele es sich ausschließlich um Erwachsene über 21 Jahre. Vier der zehn Verdächtigen haben eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Im Landkreis Heilbronn ereignete sich zirka die Hälfte der Taten im Zeitraum von Freitag bis Sonntag. Die Beamten konnten 20 Tatverdächtige ermitteln, bei denen es sich überwiegend um Erwachsene, die über 21 Jahre alt sind, handelt. Neun davon besitzen eine ausländische. Staatsangehörigkeit

Was die Täter bei ihren Wohnungseinbrüchen bevorzugt mitgehen lassen 

Zum Diebesgut kann die Polizei ohne größeren Aufwand keine genaueren Angaben machen. Erfahrungsgemäß seien die Tätergruppierungen aber auf Bargeld und hochwertigen Schmuck aus, seltener auf Technik wie Smartphones, Tablets und Laptops. Nahezu uninteressant seien Großgeräte wie Fernseher.

Anlässlich des Anbruchs der dunklen Jahreszeit kontrollierte die Polizei in Baden-Württemberg im Zeitraum vom 24. Oktober bis 6. November den Angaben zufolge mehr als 5.000 Menschen. Neun kamen in Haft, sieben wurden vorläufig festgenommen. Grund für die Aktion sei es, den Fahndungs- und Kontrolldruck hochzuhalten.

Für ganz Baden-Württemberg gesehen, ging die Zahl der Wohnungseinbrüchelaut Innenministerium im Vergleich zu früheren Jahren deutlich zurück. 2023 gab es 5.204 Einbruchsdiebstähle, 2019 dagegen noch 6.418 - knapp 19 Prozent mehr. Sofern die Jahre während der Corona-Pandemie nicht mitgerechnet werden, sei das eines der niedrigsten Werte innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte.

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