Schlittenfahren am Stocksberg: Stadt und Landratsamt appellieren an die Vernunft
Wenn es schneit, rechnen die Stadt Beilstein und das Landratsamt Heilbronn mit einem großen Besucherandrang am Stocksberg. Ihre Empfehlung: Fahrgemeinschaften, Rücksichtnahme und legal parken.
Wenn der Schnee fällt, heißt es wieder Vollgas und freie Fahrt, wenn zahlreiche Kinder und Junggebliebene auf ihren Schlitten den Beilsteiner Stocksberg hinabbrausen. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt: Immer wieder droht ein Verkehrschaos durch den Besucherandrang.
Landratsamt Heilbronn: Keine Regeln fürs Schlittenfahren am Stocksberg
Aktuell sei diesbezüglich noch nichts Konkretes geplant, so Andreas Zwingmann vom Landratsamt Heilbronn. Das Wetter gebe bis jetzt, Mitte Dezember, einfach nicht viel her. Erfahrungsgemäß sei der Stocksberg aber ein beliebtes Ausflugsziel, wenn es denn einmal schneit. Insgesamt stehe und falle alles mit den Menschen vor Ort und damit, dass sich diese vernünftig verhalten. Der Stocksberg sei ein öffentlicher Bereich, so Zwingmann weiter. Die Möglichkeit, alles bis ins kleinste Detail zu regeln, gebe es nicht. Er appelliere an den gesunden Menschenverstand, wenn es darum geht, sich korrekt zu verhalten. Sei es auf dem Hang oder auch abseits davon.
„Wie jedes Jahr freuen sich alle auf den Schnee am Stocksberg“, teilt Barbara Schoenfeld, Bürgermeisterin der Stadt Beilstein, auf Anfrage mit. Wenn aufgrund eines plötzlichen Besucherandrangs die Parkplätze überfüllt sein sollten, werden die Autofahrer dazu angehalten, sich dennoch an die bestehenden Verkehrsregeln zu halten. „Insbesondere aus Rücksicht auf die Anwohner. Sicher wäre es gut, Fahrgemeinschaften zu bilden.“
Wintersport am Stocksberg: Stadt Beilstein bittet Rodler um gegenseitige Rücksicht
An der Parkplatzsituation habe sich nicht grundlegend etwas verändert, so Barbara Schoenfeld weiter. Der Wanderparkplatz und vereinzelte Plätze in den Straßen in Stocksberg stünden zur Verfügung. Da in der Regel auf privatem Grund Schlitten gefahren werde, könne die Stadt Beilstein keine Regelungen für das Verhalten der Rodler aufstellen.
„Ich würde mich aber freuen, wenn einfach alle Rücksicht aufeinander nehmen würden“, sagt Schoenfeld. „Bei Schneelagen bin auch ich oben am Stocksberg, insbesondere um die Lage vor Ort in Augenschein zu nehmen und mich darüber zu freuen, wie viel Spaß die Kinder haben.“
Erfahrungen der letzten Jahre: Straßen um Stocksberg herum gesperrt
In den Jahren zuvor sperrte die Polizei die Zufahrtsstraßen zeitweise, um den Verkehr zu regulieren. Auch Strafzettel wurden verteilt, um Parkverstöße zu ahnden. Denn: Das Parken auf und an der Kreisstraße ist außerorts verboten. Reagiert wurde vor allem dann, wenn die Parkmöglichkeiten vor Ort erschöpft waren. Abgesehen von der Polizei waren in den Jahren zuvor auch die Feuerwehr im Einsatz sowie die Gemeindevollzugsbediensteten der Stadt Beilstein.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare