Veranstalter des ersten Weibertreufestes sind die Stadt Weinsberg sowie Vereine und Institutionen. Der Flyer mit dem ausführlichen Programm und einem Übersichtsplan liegt an verschiedenen Stellen in Weinsberg aus. Alle Infos gibt es auch auf der städtischen Homepage unter www.weinsberg.de. Parkmöglichkeiten gibt es in der Öhringer Straße, am Hofbrunnenweg und in der Tiefgarage Traubenplatz. Den beiden Hauptorganisatorinnen Maria Wagner und Antonia Bihlmaier steht ein Budget von 40.000 Euro zur Verfügung. Unter anderem wird damit die Werbung bestritten.
Weibertreufest: Was am letzten Juni-Wochenende in Weinsberg geboten ist
Ende Juni wird in Weinsberg das erste Weibertreufest gefeiert. Bei den Organisatorinnen im Rathaus steigt die Spannung – und bei den Einwohnern die Vorfreude. Wir haben einen Blick aufs Programm geworfen.

Ja, sie sind aufgeregt, das geben Maria Wagner und Antonia Bihlmaier offen zu. "Läuft alles so zusammen, wie wir es in der Theorie geplant haben?", fragt sich Maria Wagner, Amtsleiterin für Kultur, Sport und bürgerschaftliches Engagement im Weinsberger Rathaus. Es muss ziemlich viel zusammenlaufen beim neuen Weibertreufest am Samstag und Sonntag, 29. und 30. Juni.
Verschiedene Plätze zwischen Kernerhaus und Burgruine Weibertreu sind ins Fest eingebunden. 50 Vereine und Institutionen aus der Kernstadt, aber auch den Teilorten bringen sich ein. Ist für Jung und Alt etwas dabei? Gibt es Raum für Trubel, aber auch für Stille? Stimmt das Essensangebot? Wie kann man mit dem Fest den Wunsch vieler Weinsberger erfüllen, ein vielfältiges Kulturangebot zu schaffen und das historische Erbe der Stadt besser ins Blickfeld zu rücken? "Wir haben uns im Vorfeld wahnsinnig viele Gedanken gemacht", sagt Rathaus-Mitarbeiterin Antonia Bihlmaier. Amtsleiterin Wagner ergänzt: "Das Ziel war, das Beste vom Stadtfest und das Beste vom Weibertreuherbst in eine neue Form zu gießen." Das letzte Stadtfest ging 2007 über die Bühne, der letzte Weibertreuherbst 2019.
Aus Weibertreuherbst wird Weibertreufest – Vereine machen mit
Der Weibertreuherbst hat seine Ursprünge in den 1880er Jahren und war viele Jahrzehnte das Traditionsfest der Weinsberger. Doch zum Schluss büßte es immer mehr an Attraktivität ein, das teure Festzelt fraß einen Großteil des Budgets auf, und immer weniger Vereine machten mit. Von der Corona-Zwangspause bis zum endgültigen Aus war es dann kein weiter Weg mehr.
Jetzt scheinen die Weinsberger bereit zu sein für das erste Weibertreufest. "Wir haben gemerkt: Die Zeit ist reif für etwas Neues", sagt Antonia Bihlmaier. Es sei einfacher gewesen als gedacht, Vereine und Institutionen zu finden, die sich einbringen, sagt Maria Wagner. "Wir spüren den großen Willen der Weinsberger, gemeinsam ein Fest zu veranstalten." Worüber sich Wagner und Bihlmaier besonders freuen: Auf der Bühne stehen nur Weinsberger Künstler, fast alle Programmpunkte sind von Weinsbergern gestaltet. Das zeige, was für ein Potenzial die Stadt habe.
Weinsberger Weibertreufest: Programm auf dem Grasigen Hag
Verschiedene Bürger stellen bei der Eröffnung des Festes auf dem Grasigen Hag am Samstag, 29. Juni, um 15.30 Uhr in kurzen Szenen nach, wie die treuen Weiber dereinst ihre Männer huckepack von der Burg trugen. Was dann folgt, ist ein bunter Reigen an Auftritten, Führungen und Mitmach-Aktionen. Ballett-, Tanz- und Musikschulen sind ebenso dabei wie die Grundschule und die Weibertreuschule. Am Samstagabend spielt die Partyband Montana, am Sonntag beginnt das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst. Auf der Bühne am Grasigen Hag ist den ganzen Tag etwas geboten, in der Johanneskirche wird ein Kindermusical aufgeführt, wer will, kann an einer Kirchenführung teilnehmen.
Aktionen für Kinder: Mitmachzirkus auf der Burgruine und Blaulichtmeile
Im Kernergarten als auch auf der Burgruine sind Tänze und Musik geplant, es gibt eine Führung entlang des Wein- und Rosenwegs ebenso wie auf der Weibertreu. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Deutsches Rotes Kreuz bieten auf einer "Blaulichtmeile" Mitmachstationen für junge Festbesucher an. Diese können sich auch im Mitmachzirkus auf der Burg ausprobieren.
Das Staatsweingut öffnet seinen Ausschank am Burgberghäuschen. Der zentrale Festplatz am Grasigen Hag ist die Versorgungsbasis für das leibliche Wohl. Weil am Samstag EM-Achtelfinals auf dem Programm stehen - im Idealfall mit deutscher Beteiligung - wird die Hildthalle zum Public-Viewing-Ort für Fußball umfunktioniert. Beide Achtelfinalspiele werden übertragen, verspricht Maria Wagner.
Das Programm steht, nun muss nur noch das Wetter mitspielen. An diesem hängt viel: Ein Festzelt, so wie früher beim Weibertreuherbst, wird es nicht mehr geben. Kein Wunder, dass die beiden Organisatorinnen schon vor ein paar Tagen damit begonnen haben, die Wetter-Langzeitprognosen ins Blickfeld zu nehmen.

Stimme.de
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