Maultaschen-Wirt verabschiedet sich vom Traubenplatz in Weinsberg
Daniel Böttcher hört an diesem Mittwoch, 14. Januar, nach nur einem knappen halben Jahr am Weinsberger Traubenplatz als Gastronom auf. Für den Platz, das angrenzende Lokal und den Haxenkeller ein paar Meter weiter gibt es nun andere Pläne.
Für Daniel Böttcher geht an diesem Mittwoch ein kurzes Gastspiel zu Ende: „Es wird nicht angenommen“, sagt der gelernte Koch im Gespräch mit der Heilbronner Stimme über sein gastronomisches Angebot am Traubenplatz, wo er vor allem seine hausgemachten Maultaschen servierte.
Im August vergangenen Jahres war er als Unterpächter auf dem Platz und dem angrenzenden Lokal, das früher einmal das „Café Fonsi’s“ war, durchgestartet: als Koch und Servicekraft in Personalunion. Nun zieht er einen Schlussstrich unter das Kapitel, das er guten Mutes und sonnigen Gemütes aufgeschlagen hatte.
Bewirtung am Weinsberger Traubenplatz: Kurzes Intermezzo ist beendet
Künftig will sich Daniel Böttcher auf das konzentrieren, was er schon lange tut und was er gut kann: im Weinsberger Teilort Grantschen Maultaschen in größeren Mengen selbst herstellen und als „Der Herr/Gotts Bscheisser“ vertreiben.

Eigentümerin des Lokals ist die Stadt Weinsberg. Sie hat es nicht an Böttcher direkt verpachtet, sondern an den Ulmer Gastro-Unternehmer Eberhard Riedmüller, dem Mann hinter der Barfüßer-Gruppe. Riedmüller hatte das ehemalige Café auf eigene Kosten renoviert und an Böttcher befristet weiterverpachtet. Dieser Vertrag wurde nun nicht verlängert.
Im Eigentum der Barfüßer-Gruppe befindet sich der ehemalige, seit ein paar Jahren leer stehende und nur wenige Meter entfernte Haxenkeller mit bis zu 180 Sitzplätzen. Es war ebenfalls befristet an Böttcher verpachtet. Dort wollte der Maultaschenexperte ab November 2025 einen Maultaschen-Event-Besen etablieren. Umgesetzt hat er das Projekt nicht.
Zukünftige Gastronomie am Traubenplatz: Gespräche mit Interessenten werden geführt
Eberhard Riedmüller ist nach eigenen Angaben nicht bange, was die Zukunft von Haxenkeller, Lokal/ehemaligem Café sowie Traubenplatz betrifft, dessen Nutzungsrecht wiederum an die beiden Gastronomien geknüpft ist. Man führe Gespräche mit Interessenten, sagt Riedmüller. „Ich bin guter Dinge, dass etwas Gutes dabei herauskommt.“ Der Ulmer Unternehmer geht von konkreten Ergebnissen in den kommenden zwei, drei Wochen aus.
Wie das Lokal gehört der Traubenplatz der Stadt Weinsberg. Auf Stimme-Nachfrage äußert sich Bürgermeisterin Birgit Hannemann zum Gastro-Thema so: „Uns als Stadt ist es wichtig, dass der Platz belebt ist.“
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