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Untergruppenbach Freibad eröffnet nach Sanierung neu – mit Fest und neuen Preisen

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Nach fünf Jahren umfassender Modernisierung haben die Untergruppenbacher ihr Freibad wieder. Am 1. Mai startet die erste offizielle Saison. Davor wird die Wiedereröffnung am 16./17. Mai mit einem Freibadfest gefeiert. 


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Was lange gefehlt hat, kehrt nun zurück: Das Untergruppenbacher Freibad steht vor der langersehnten Wiedereröffnung. Seit 2021 wurde die Freizeiteinrichtung umfassend saniert – anfangs der Kiosk und Biergarten, anschließend die Schwimmbecken und zuletzt die Umkleiden sowie Sanitäranlagen.

Freibad Untergruppenbach vor Wiedereröffnung nach Sanierung und Millioneninvestitionen

Nach drei Bauabschnitten und Investitionen in Millionenhöhe präsentiert sich die Anlage nun technisch wie optisch auf dem neuesten Stand. Am 1. Mai startet die erste „richtige“ Badesaison nach fünf Jahren Dauerbaustelle, auch mit neuen Eintrittspreisen – 5,50 Euro zahlen Erwachsene im Tagestarif.

Blick auf das Sportbecken mit 50-Meter-Bahnen. Es wurde mit Edelstahl ausgekleidet und bedarf noch mancher Restarbeiten.
Blick auf das Sportbecken mit 50-Meter-Bahnen. Es wurde mit Edelstahl ausgekleidet und bedarf noch mancher Restarbeiten.  Foto: Christiana Kunz

Zwar war das Bad nicht durchgehend geschlossen, der Betrieb war jedoch 2024 eingeschränkt und 2025 nur im Rahmen eines Probeschwimmens möglich. Entsprechend groß dürfte nun die Vorfreude bei den Untergruppenbachern und Gästen von außerhalb sein. Durchschnittlich 100.000 Besucher kommen pro Saison.

Freibadfest mit Livemusik, Gottesdienst und Arschbombenmeisterschaft geplant

Welchen Stellenwert das Bad hat, zeigt auch das geplante Eröffnungswochenende: Am 16. und 17. Mai lädt die Gemeinde zu einem zweitägigen Freibadfest bei freiem Eintritt ein. Am Samstag beginnt die Eröffnung um 15 Uhr, um 18 Uhr folgt der Fassanstich, ab 20 Uhr gibt es Livemusik mit DJ sowie Barbetrieb und beleuchtetes Abendschwimmen. Der Sonntag startet um 10 Uhr mit einem Gottesdienst und Weißwurstfrühstück, ergänzt durch verschiedene Angebote und Spiele. Um 15 Uhr steht die „Arschbombenmeisterschaft“ auf dem Programm.

Trotz einiger Verzögerungen – unter anderem witterungsbedingt oder aufgrund von Problemen im Untergrund – wird der ambitionierte Zeitplan insgesamt eingehalten. Möglich sei das gewesen, weil die beteiligten Firmen unter Hochdruck gearbeitet hätten, viele Abläufe ineinandergriffen und Entscheidungen unbürokratisch getroffen wurden, erklären Bauamtsleiter Matthias Carle und Freibadleiter Jürgen Bock. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten jedoch noch nicht: So muss der frisch eingesäte Rasen auf Teilen der Liegewiesen noch wachsen. Am Anfang „wird nicht alles perfekt sein, aber die Leute werden baden können“, sagt Jürgen Bock.

Neue Edelstahlbecken und moderne Technik als Kern der Freibad-Sanierung

Ein zentraler Bestandteil der Sanierung war die Erneuerung der Becken: Seit Herbst 2024 wurden sie mit Edelstahlböden ausgekleidet. Dieser Bauabschnitt war mit 6,5 Millionen Euro zugleich der kostenintensivste. Insgesamt nahm die Gemeinde rund 7,5 Millionen Euro in die Hand, vollständig aus eigenen Rücklagen, ohne Fördermittel. Gemeinderat und Bürgerschaft stehen geschlossen hinter dem Projekt, das nicht zuletzt die Attraktivität und Lebensqualität vor Ort steigern soll.

Bürgermeister Andreas Vierling (links) und Freibadleiter Jürgen Bock im neuen Technikgebäude, wo moderne Filter, Pumpen und Elektrotechnik arbeiten.
Bürgermeister Andreas Vierling (links) und Freibadleiter Jürgen Bock im neuen Technikgebäude, wo moderne Filter, Pumpen und Elektrotechnik arbeiten.  Foto: Christiana Kunz

Die Modernisierung war aus Sicht der Verwaltung unausweichlich. Die Technik stammte noch aus der Zeit der Eröffnung vor über 50 Jahren und galt als störanfällig. Immer wieder platzten Beckenfliesen ab, die Becken verloren Wasser. Der jährliche Abmangel lag bei rund einer halben Million Euro. „Wir haben Jahr für Jahr viel investiert, um den Betrieb überhaupt aufrechterhalten zu können“, sagt Bürgermeister Andreas Vierling. Die Sanierung sei Voraussetzung für den Weiterbetrieb gewesen.

Die Badetechnik ist komplett neu

Heute ist das Bad technisch auf dem neuesten Stand und setzt zugleich auf ein nachhaltiges Energiekonzept: Als Teil des Stettenfelsareals soll es möglichst mit Strom aus einer Photovoltaikanlage mit rund 300 Kilowattpeak Leistung sowie einem Batteriespeicher versorgt werden. Ein Wärmetauscher nutzt zudem Abwärme, um Duschwasser und das Kinderplanschbecken zu beheizen.

Im neuen Technikgebäude wurde moderne Badetechnik mit Filtern, Pumpen und Elektrotechnik installiert. Das System arbeitet effizient und lässt sich bei Bedarf auch aus der Ferne steuern, erklärt Freibadleiter Bock.

Für Franziska und Stefan Rosenberger, die neuen Betreiber des Kiosk und Biergarten „Schorlebecken“ mit rund 120 Plätzen, ist es die erste Saison.
Für Franziska und Stefan Rosenberger, die neuen Betreiber des Kiosk und Biergarten „Schorlebecken“ mit rund 120 Plätzen, ist es die erste Saison.  Foto: Christiana Kunz

Zuletzt wurden seit Oktober 2025 die Sanitär- und Umkleidebereiche saniert, neu strukturiert und barrierefrei ausgebaut. Künftig stehen mehr Duschen, Toiletten sowie Wickelmöglichkeiten und insgesamt mehr Platz zur Verfügung. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 600.000 Euro.

Die Becken mit einem Volumen von über 3300 Kubikmetern sind inzwischen befüllt, die Wassertemperatur liegt derzeit bei etwa 16 Grad. Bis zur Eröffnung laufen die letzten Vorbereitungen: Reinigungs- und Aufräumarbeiten stehen an, Durchsagen werden eingesprochen, und ein automatischer Poolreiniger zieht seine Bahnen im Sportbecken.

Was kostet die Freibadpommes? Biergartenpächter antwortet

Auch im Gastronomiebereich laufen die Arbeiten auf Hochtouren: Stefan und Franziska Rosenberger, die neuen Pächter, richten gemeinsam mit ihrem Team den Biergarten „Schorlebecken“ her. Im Zuge des bereits 2021 gestarteten Umbaus des Kiosks (Kostenpunkt: 300.000 Euro) wurde der Biergarten auch für Nicht-Badegäste zugänglich gemacht und bietet rund 120 Plätze.

Und was wird die Freibadpommes kosten? „Das kalkulieren wir noch“, sagt Stefan Rosenberger. Sicher sei aber: „Keine fünf Euro.“

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