Ärger um Soccer-Court: Weiter Schweigen in Untereisesheim
Die Vorfälle in Untereisesheim mit Lärmbelästigung und „Selbstjustiz“ durch einen Anwohner werden im Rathaus hinter verschlossenen Türen aufgearbeitet.
Die Wogen gehen weiter hoch zum Thema Soccer-Court in Untereisesheim. Eltern sind darüber entsetzt, dass ihre Kinder von einem Anwohner „drangsaliert“ und gefilmt wurden, Bürgermeister Christian Tretow hat diese nicht erlaubte „Selbstjustiz“ schon verurteilt.
Dazu kommt noch die Frage, ob der Soccer-Court, eigentlich ein Projekt aus der Jugendbeteiligung, quasi „illegal“ gebaut wurde, weil der Bauantrag erst im Nachhinein eingereicht wurde. Das zuständige Landratsamt hüllt sich in Schweigen.

Bürgermeister Untereisesheim: Soccer-Court kommt auf die öffentliche Tagesordnung
Wenig Verständnis findet daher die Tatsache, dass der Gemeinderat jetzt nichtöffentlich über den Soccer-Court diskutiert hat. Der Bürgermeister will trotz Nachfragen keine Inhalte bekannt geben. „Wir werden in einer der nächsten Sitzungen das Thema auf die öffentliche Tagesordnung des Gemeinderates setzen“, verspricht Tretow.
Die Öffnungszeiten werden nun strenger eingehalten, auch die Altersbegrenzung bis zwölf Jahre soll kontrolliert werden. In den Anfangszeiten sei es ein Problem gewesen, dass ältere Jugendliche in den Abendstunden für erhebliche Lärmbelästigung am Schafbuckel gesorgt haben.
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Kommentare
Maria Müller am 23.03.2026 11:32 Uhr
Wenn man die Berichterstattung zum Soccer‑Court in Untereisesheim insgesamt verfolgt, entsteht bei mir der Eindruck, dass nicht durchgängig sorgfältig recherchiert und teils einseitig berichtet wird.
Im ersten Artikel wird über vermisste Igel berichtet, ohne konkret darzulegen, wie viele Tiere tatsächlich fehlen oder ob ein nachweisbarer Zusammenhang mit der Nutzung des Soccer‑Courts besteht.
Diese Unschärfe bleibt auch in den Folgeartikeln bestehen.
Zudem ist wiederholt pauschal von „den Einwohnern Untereisesheims“ die Rede. Tatsächlich handelt es sich nicht um die Einwohnerschaft insgesamt, sondern um maximal vier von über zehn Haushalten, die unmittelbar in der Nähe wohnen und sich lautstark gegen den Soccer‑Court positionieren.
In späteren Artikeln wird wiederum von „einigen Eltern“ gesprochen. Tatsächlich haben sich jedoch mindestens 50 Eltern und Familien gegen das Verhalten dieser Haushalte ausgesprochen. Diese Perspektive wird aus meiner Sicht nur sehr verkürzt oder stark neutralisiert dargestellt.
Auffällig ist außerdem die unterschiedliche Gewichtung: Geht es um Vorfälle gegenüber Kindern, wird häufig der Eindruck vermittelt, es handle sich um das Verhalten eines einzelnen Anwohners. Tatsächlich liegen mehrere Vorfälle mit mehreren beteiligten Personen vor, bei denen Kinder bedroht, eingeschüchtert, gefilmt oder fotografiert wurden. Diese Vorfälle sind polizeilich erfasst.
Beim Thema Bau des Soccer‑Courts hingegen wird erneut von „mehreren Einwohnern“ gesprochen, obwohl auch hier nur ein kleiner Teil unmittelbar betroffener Haushalte beteiligt ist.
Gleichzeitig wird wiederholt von einem angeblich „illegal gebauten“ Soccer‑Court gesprochen, obwohl eine solche rechtliche Feststellung bislang nicht vorliegt.
Festzuhalten ist außerdem: Es gibt keine Anzeigen gegen Kinder oder Eltern, die den Soccer‑Court genutzt haben. Demgegenüber stehen mehrere polizeilich erfasste Anzeigen gegen Erwachsene wegen ihres Verhaltens gegenüber Kindern, dokumentiert durch entsprechende Aktennotizen.
Insgesamt kommt aus meiner Sicht die Perspektive der Kinder und Familien zu kurz. Wer alle Artikel liest, erhält ein Bild, das Vorwürfe wiederholt, aber wichtige Einordnungen, Relationen und belegbare Fakten vermissen lässt.
Hier würde ich mir eine klarere, fundiertere und ausgewogenere Berichterstattung wünschen.
Isabell Türkes am 21.03.2026 15:37 Uhr
Die Darstellung, dass es sich um „einen Anwohner“ handelt, ist nicht korrekt. Tatsächlich sind mehrere Anwohner beteiligt, die die minderjährigen spielenden Kinder fotografieren, beleidigen und einschüchtern. Ich korrekte Berichterstattung wäre wünschenswert.